Fischer holen vor Lampedusa leere Boote vom Meeresboden
Vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa haben Fischer mehrere leere Boote entdeckt, mit denen vermutlich Migranten aus Afrika nach Europa kommen wollten.

Seit Beginn dieser Woche wurden auf dem Meeresboden in der Nähe der Insel drei Boote ausfindig gemacht. Von den Insassen fehlt jede Spur. Befürchtet wird, dass darin Migranten sassen, die bei den Winterstürmen der vergangenen Wochen ums Leben kamen.
Die kleine Insel Lampedusa zwischen Tunesien und Sizilien gehört seit vielen Jahren zu den Brennpunkten der Migration übers Mittelmeer. Auf der Überfahrt in oft kaum seetauglichen Booten kommt es immer wieder zu tödlichen Unglücken. Die Fahrt übers Mittelmeer nach Europa gilt bereits bei normalen Wetterbedingungen als gefährlich. Hilfsorganisationen befürchten, dass in diesem Winter mehrere Hundert Menschen ertrunken sind.
In den vergangenen Tagen wurden bereits mehr als ein Dutzend Leichen an Italiens Küsten gespült. Auch auf hoher See wurden Leichen gefunden, sowohl von der Küstenwache als auch von zivilen Schiffen wie Fischerbooten. Die jetzt entdeckten Boote verfingen sich nach Angaben der Behörden in den Netzen der Fischer, die daraufhin auch ihre Arbeit einstellen und nach Lampedusa in den Hafen zurückkehren mussten.










