In der Nacht zu Samstag hat die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch rund 180 Bootsmigranten aus dem Mittelmeer gerettet.
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Migranten an Bord eines Rettungsschiffs. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Sea-Watch hat im Mittelmeer rund 180 Migranten aus Seenot gerettet.
  • An Bord des Rettungsschiffes befinden sich nun etwa 270 Menschen.
  • Dies teilte die deutsche Hilfsorganisation am Samstag mit.

Die freiwilligen Helfer der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch haben in der Nacht zu Samstag rund 180 Bootsmigranten im Mittelmeer gerettet. An Bord der «Sea-Watch 3» seien nun etwa 270 Menschen, teilte die in Berlin ansässige Organisation am Samstag mit.

Am Vortag hatte die Crew ihr anvisiertes Einsatzgebiet im zentralen Mittelmeer erreicht und wenig später in internationalen Gewässern südlich der italienischen Insel Lampedusa die ersten Schiffbrüchigen aus Seenot gerettet.

Die mit Migranten besetzten Boote steuern die kleine Mittelmeerinsel wegen ihrer Nähe zu den Küsten Nordafrikas besonders häufig an. In Italien kamen in diesem Jahr nach staatlichen Angaben bislang rund 47 Prozent mehr Migranten in Booten an als noch im selben Vorjahreszeitraum.

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Migranten aus verschiedenen afrikanischen Nationen auf einem Boot auf vor der libyschen Küste im Mittelmeer auf ihrem Weg nach Europa. (Symbolbild) - Keystone

Die Rettungseinsätze privater Hilfsorganisationen, die die Geretteten in der Regel nach Sizilien bringen, sind in Italien und der Europäischen Union politisch umstritten. Aus Sicht von Kritikern wäre es besser, wenn kriminelle Schlepper gar nicht erst so viele Menschen in Seenot bringen würden.

Die Seenotretter stehen bei manchen EU-Innenministern unter Verdacht, mit libyschen Schleusern zusammenzuarbeiten. Die Seenotretter geben dagegen an, dass sie sich ohne Abstriche an internationale Gesetze hielten. Sie kritisieren, dass die EU untätig zusehe.

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