Italienisches Traditionsblatt «La Stampa» wird verkauft

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Italien,

Der traditionsreichen italienischen Tageszeitung «La Stampa» steht nach monatelangen Spekulationen über einen Verkauf nun tatsächlich ein Eigentümerwechsel bevor.

«La Stampa» und «La Repubblica» wechseln den Besitzer
«La Stampa» und «La Repubblica» wechseln den Besitzer - AFP/Archiv

Die Medienholding Gedi aus dem Einflussbereich der Agnellis, der Familie des Fiat-Konzerns, hat eine Vereinbarung über den Verkauf der 1867 gegründeten Zeitung an den italienischen Verlag Sae unterzeichnet.

Zuletzt hatte es Berichte gegeben, John Elkann – Chef der Investmentgesellschaft Exor, der Gedi gehört – wolle die auch zu Gedi gehörende Zeitung «La Repubblica» verkaufen, und zwar an ein Reederkonglomerat aus Griechenland mit saudischem Einfluss. Elkann ist ein Enkel von Giovanni Agnelli, dem Patriarchen der Agnelli-Familie.

Die Redaktionen der beiden Zeitungen hatten in den vergangenen Monaten gegen die Verkaufspläne protestiert und waren auch in den Streik gegangen. Kritisiert wurde etwa, dass es keinerlei Garantien für die Zukunft der Blätter und der Arbeitsplätze gebe. Ausserdem sorgten sich einige in Italien wegen der Verkaufspläne von «La Stampa» aus Turin und «La Repubblica» aus Rom um die Medienvielfalt.

«La Stampa» gilt als liberal-bürgerlich, «La Repubblica» hingegen hat eine linksliberale Ausrichtung. Sie berichtet seit deren Amtsantritt vor mehr als drei Jahren vor allem kritisch über die Rechtsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Neuigkeiten zu den Verkaufsplänen von «La Repubblica» gibt es derzeit nicht.

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