Am 1. November startet die 26. Weltklimakonferenz (COP26) in Glasgow. Laut dem Botschafter Franz Perrez nimmt sich die Schweiz dafür einiges vor.
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Der Schweizer Botschafter Franz Perrez reist Anfang November mit positiven Erwartungen an die Weltklimakonferenz ins schottische Glasgow. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Das Wichtigste in Kürze

  • Vom 1. bis zum 12. November findet die Weltklimakonferenz in Glasgow statt.
  • Die Schweiz hat sich dafür ehrgeizige Ziele gesteckt.
  • Unter anderem soll der Ausstoss der CO2-Emissionen bis 2030 halbiert werden.

Die Schweiz wird laut Botschafter Franz Perrez nicht mehr leeren Händen an die Weltklimakonferenz ins schottischen Glasgow reisen. Zwar habe das Volk das CO2-Gesetz abgelehnt. Die Schweizer Delegation habe aber Pfeiler im Köcher.

Demnach werde sich die Schweiz für eine langfristig ausgerichtete Klimapolitik einsetzen, um die Ziele zu erreichen. Sie unterstütze ferner die Bemühungen der Klimakonferenz, den Temperaturanstieg wegen der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Ebenfalls sollen die ärmsten Länder bei ihrer Klimapolitik unterstützt werden.

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Bild von einer Demo fürs Klima. - dpa/AFP/Archiv

Dazu gehöre, dass die Schweiz den Ausstoss der CO2-Emissionen bis 2030 auf die Hälfte verringern wolle. Ausserdem wird bis 2050 Klimaneutralität angestrebt, sagte Perrez. Der Botschafter führt die Schweizer Delegation an. Die Vorhaben äusserte er in einem Interview mit den Westschweizer Tageszeitungen «Tribune de Genève» und «24 Heures» (Montagausgaben).

Schweiz in einer schwierigen Lage

Ferner werde die Schweizer Delegation ankündigen, dass die finanzielle Unterstützung für den Klimaschutz aufgestockt werde. Bis 2024 sind 425 Millionen Franken vorgesehen. Perrez räumte jedoch ein, dass sich die Schweiz in einer schwierigen Lage befinde. Dies, nachdem das CO2-Gesetzt im letzten Juni abgelehnt wurde.

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Abgase kommen aus dem Auspuff eines Autos. (Symbolbild) - dpa

«Im Moment können wir von anderen Ländern nicht verlangen, dass sie ihre Ambitionen erhöhen», sagte der Botschafter weiter. «Unsere Glaubwürdigkeit in den Verhandlungen hängt aber auch von unserer Kreativität und unserem Durchhaltevermögen ab. In diesem Punkt haben wir bei den verschiedenen Klimagipfeln unsere Stärken gezeigt.»

Die 26. Uno-Klimakonferenz findet vom 1. bis 12. November in Glasgow statt.

Ein stärkeres Engagement der G20, die sich am 30. und 31. Oktober in Rom treffen, könnte die Agenda voranbringen, so Perrez.

Wenn alle G20-Mitglieder die Ziele des Pariser Abkommens übernähmen, würde die globale Temperatur «nur» um 1,7 Grad steigen. Dies im Vergleich mit dem derzeitigen Trend von 2,7 Grad.

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