Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat seinen Rücktritt eingereicht. Dies nach einem Misstrauensvotum.
Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven
ARCHIV - 16.03.2018, Berlin: Stefan Löfven, Ministerpräsident von Schweden, äussert sich bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor einer Woche kam es im schwedischen Parlament zum Misstrauensvotum gegen Löfven.
  • Nun hat der Ministerpräsident seinen Rücktritt eingereicht.

Eine Woche nach einem Misstrauensvotum im Parlament hat der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven seinen Rücktritt eingereicht. Das gab der 63 Jahre alte Chef der Sozialdemokraten am Montag in Stockholm bekannt.

Der 63 Jahre alte Chef der Sozialdemokraten sagte bei einer Pressekonferenz, angesichts der Pandemie sei eine Neuwahl nicht das Beste für Schweden, da nur noch ein Jahr bis zur Parlamentswahl verbleibe. Löfven hatte nach dem Misstrauensvotum eine Woche Zeit, um sich zwischen den Optionen Rücktritt und Neuwahl zu entscheiden.

Der Präsident des Reichstags muss nun einen Kandidaten finden, der den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung erhalten soll. Stefan Löfven könnte also eine neue Chance bekommen. «Ich stehe zur Verfügung, um eine Regierung zu führen, die der Reichstag tolerieren kann», sagte Löfven.

Permiere in Schweden

Mit welchen Parteien er eine Regierung bilden will, liess er offen. Auch der Chef der Moderaten, Ulf Kristersson, arbeitet daran, eine Mehrheit für ein bürgerliches Bündnis zu sammeln.

Löfvens bisheriges Parteienbündnis war aufgrund eines Streits über Mietpreisbindungen für Neubauten zerbrochen. Eine Mehrheit im Reichstag hatte ihm am vergangenen Montag das Misstrauen ausgesprochen und ihn somit mitsamt seiner Regierung gestürzt.

Es war das erste Mal, dass ein Ministerpräsident in Schweden per Misstrauensvotum zu Fall gebracht wurde.

Mehr zum Thema:

Parlament Regierung