Schreien & weinen: Franzosen prügeln sich um Ventilatoren
Lidl bot in Frankreich stark reduzierte Ventilatoren und Klimaanlagen an. In der Folge kam es zu langen Schlangen und Handgreiflichkeiten.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Wegen der Hitzewelle bot Lidl in Frankreich Ventilatoren und Klimaanlagen reduziert an.
- Zahlreiche Shopper standen bereits um 4 Uhr vor den Geschäften.
- Anschliessend kam es zu Handgreiflichkeiten, die Polizei musste teils eingreifen.
Nach der heftigen Hitzewelle der vergangenen Woche gibt es aktuell einige angenehmere Tage in Frankreich. Doch schon am Wochenende sollen die Thermometer wieder auf 37 Grad und mehr steigen. Viele Franzosen wollen sich deshalb vorbereiten.
Lidl wollte daraus Profit schlagen: Der Händler kündigte gross an, die Läden mit stark reduzierten Klimaanlagen und Ventilatoren zu füllen. Wie zahlreiche französische Medien, darunter AFP oder «L’Essentiel», berichten, standen viele Schnäppchenjäger deshalb ganz früh auf.
Ab vier Uhr morgens bildeten sich vor vielen Lidl-Filialen lange Schlangen. Teils kam es auf den Strassen in der Nähe zu Staus. Und in vielen Fällen blieb es nicht friedlich. Dies zeigen auch Videos und Fotos in den sozialen Medien.
In Nanterre wurde die Eingangstür von der drängelnden Masse beschädigt. In zahlreichen anderen Filialen kam es zu Sprintrennen zu den Geräten, zu Handgreiflichkeiten und Tränen. Vielerorts musste die Polizei einschreiten.
Aufnahmen zeigen auch eine Frau, die wohl in Ohnmacht gefallen war. Den Ventilator, den sie ergattern konnte, hielt sie dennoch in den Armen.
Vorwürfe gegen Lidl
Viele Shopper machen der Ladenkette schwere Vorwürfe. Denn in einigen Geschäften waren auch bei Ladenöffnung nur wenige Klimaanlagen und Ventilatoren verfügbar. Berichten zufolge gab es in einigen Filialen bloss zehn oder zwanzig Geräte.
Lidl hätte den grossen Ansturm aufgrund der Hitzewelle voraussehen müssen, lautete einer der Vorwürfe. Es hätte eine bessere Organisation und Sicherheitsvorkehrungen gebraucht.


















