Ryanair zieht sich nach heftigem Gebührenstreit aus Bremen zurück
Ryanair zieht sich nach einem Streit über Flughafengebühren aus Bremen zurück. Rund 400'000 Passagiere pro Jahr sind davon betroffen.

Ryanair stellt den Betrieb am Flughafen Bremen (D) ein. Die Bremer Landesregierung bestätigte den Rückzug, wie die «Welt» berichtet.
Hintergrund sind gescheiterte Verhandlungen über die Flughafengebühren. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt kritisierte die Forderungen des irischen Billigfliegers, schreibt die «IT Boltwise».
Nach Darstellung der Bremer Landesregierung wollte Ryanair die Leistungen des Flughafens nahezu kostenfrei nutzen. Dadurch würde der Airport laut Vogts Büro mit jedem Ryanair-Passagier Verluste erwirtschaften.
Streit um die Flughafengebühren
Vogt erklärte laut der «Welt», Bremen sei Ryanair bei den Verhandlungen bereits weit entgegengekommen. Zugleich habe das Unternehmen aus Sicht der Senatorin eine Grenze bei den Forderungen überschritten.
Die Senatorin verwies zudem auf mögliche Probleme mit dem Beihilferecht. Einen Preis, der den Flughafen dauerhaft belastet, wolle Bremen nicht akzeptieren.
Der Flughafen verliert durch den Rückzug jährlich rund 400'000 Fluggäste. Das entspricht gut einem Fünftel des gesamten Passagieraufkommens am Bremer Flughafen.
Ryanair reduziert Angebot in Deutschland
Der Rückzug aus Bremen folgt auf weitere Kürzungen der Airline in Deutschland. Ryanair hatte zuvor das Flugangebot in Hamburg und Berlin deutlich reduziert, berichtet die «IT Boltwise».
Die Airline begründete diese Schritte mit zu hohen Standortgebühren. Gleichzeitig baute Ryanair das Angebot an kleineren Flughäfen weiter aus.
Auch das «NTV» schreibt über den Rückzug aus Bremen und den Streit um die Kosten. Parallel streicht Ryanair in Wien zwölf Strecken und zieht vier stationierte Flugzeuge ab.
Folgen für den Flughafen Bremen
Für den Bremer Flughafen bedeutet der Rückzug einen erheblichen Rückgang beim Passagieraufkommen. Nach Angaben der Bremer Landesregierung entfallen dadurch rund 400'000 Fluggäste pro Jahr.
Die Bremer Regierung wirft Ryanair vor, seine Marktmacht gegenüber kleineren Flughäfen einzusetzen. Dabei gehe es auch um unterschiedliche Bedingungen bei Gebühren und möglichen Beihilferegeln.

Ryanair setzt damit seine Kürzungen an weiteren europäischen Standorten fort. In Bremen bleibt der Streit über Flughafengebühren der zentrale Grund für den Rückzug.
















