Die Massnahme ist eine Reaktion auf die schwerwiegenden Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Russland. Der Rubel ist unter Druck - die russische Zentralbank versucht zu beruhigen.
Der russische Krieg gegen die Ukraine versetzt auch die Finanzmärkte weltweit in Turbulenzen. (Bild aus Sao Paulo in Brasilien). Foto: Cris Faga/ZUMA Press Wire/dpa
Der russische Krieg gegen die Ukraine versetzt auch die Finanzmärkte weltweit in Turbulenzen. (Bild aus Sao Paulo in Brasilien). Foto: Cris Faga/ZUMA Press Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Russlands Zentralbank will mit weiteren Massnahmen dem heimischen Finanzsystem angesichts der verschärften Wirtschaftssanktionen des Westens unter die Arme greifen.

So wurde es Wertpapierhändlern untersagt, russische Wertpapiere im Besitz von Ausländern zu verkaufen, wie die Bank mitteilte. Mit Kapitalspritzen und Fremdwährungsgeschäften sollen zudem heimische Geldinstitute gestützt werden.

Der Rubel geriet erneut unter Druck. Die Währungs- und Geldmärkte sollen am Montag später öffnen, wie es von der Notenbank hiess. Wann die russische Aktienbörse öffnet, steht laut der Moskauer Börse noch nicht fest.

Zentralbank: Genügend Liquidität da

Die EU setzte in der Nacht zum Montag ihre Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft. Die Strafmassnahme gilt als ebenso schwerwiegend wie der in Kürze geplante Ausschluss einiger russischer Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift.

Bereits am Sonntag hatte Russlands Zentralbank angesichts des bevorstehenden Ausschlusses aus Swift den heimischen Banken Unterstützung zugesichert. Es gebe genügend Kapital und Liquidität für eine ununterbrochene Funktion bei jeder beliebigen Situation, teilte die Bank mit.

Mehr zum Thema:

Wertpapiere EZB Swift EU