Russland: Nach Tod von Camperin fünf Bären erschossen
Russische Jäger haben nach dem Tod einer 29 Jahre alten Camperin im Altai-Gebirge laut Behörden fünf Bären erlegt.

Die Raubtiere seien in dem Gebiet getötet worden, wo ein Bär am Vortag die Frau aus ihrem Zelt auf einem Campingplatz gezerrt und dann zerfleischt hatte. Es seien zusätzliche Lizenzen für die Bärenjagd ausgegeben worden, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Michail Maximow, der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass.
«Da Bären zunehmend in den Dörfern auftauchen, ist die Regulierung ihres Bestandes eine notwendige Massnahme zur Gewährleistung der Sicherheit der Bewohner», sagte Maximow. Wegen des tödlichen Zwischenfalls hatten die Behörden auch eine Sperrstunde verhängt. Demnach gelten für Wanderungen von Bewohnern und Touristen zwischen 20.00 Uhr und bis 10.00 Uhr morgens Einschränkungen. Polizei und Jäger organisierten zudem Patrouillen. Für das Monitoring in der Region würden auch Drohnen eingesetzt, hiess es.
Der Bär hatte die Frau am Vortag auf einem Campingplatz in der Ortschaft Artybasch angegriffen. Ermittler leiteten ein Verfahren ein, um den Tod der 29-Jährigen aufzuklären, die mit ihrem Freund dort Urlaub gemacht hatte. Der Mann hatte erklärt, dass weder er noch andere hätten helfen können. In der Region gebe es eine grosse Zahl an Bären, die sich immer häufiger Menschen näherten, teilten die Behörden mit. Der russische Zivilschutz warnte Touristen vor der allgegenwärtigen Gefahr.
In Russland, dem flächenmässig grössten Land der Erde mit vielen Braun- und Eisbären, kommt es immer wieder zu Angriffen der Raubtiere auf Menschen. Todesfälle sind vergleichsweise selten. Mitte Juli hatte ein Bär laut russischen Medien einen 62 Jahren alten Mann im Gebiet Magadan im äussersten Osten Russlands getötet.














