Kanye West plant Konzerte in Russland – trifft er auch Putin?
Der umstrittene US-Rapper Ye, bekannt als Kanye West, plant zwei Shows in St. Petersburg und hofft auf ein Treffen mit Putin.

Kanye West (49), der inzwischen unter dem Namen Ye auftritt, plant zwei Konzerte in Russland. Die Auftritte sollen am 10. und 11. Oktober in St. Petersburg stattfinden, berichtet die «Zeit».
Als Veranstaltungsort ist die Gazprom-Arena vorgesehen, die bei Konzerten bis zu 80'000 Zuschauer aufnehmen kann. Das Stadion trägt den Namen des staatlichen Energiekonzerns Gazprom, gegen den westliche Sanktionen bestehen.
Besonders aufmerksam verfolgt wird die Frage, ob Ye Wladimir Putin treffen könnte. Laut der «ZDFheute» hält die russische Abgeordnete Swetlana Schurowa eine Begegnung für möglich, sofern Putins Terminkalender dies zulässt.
Ye träumt von Treffen mit Putin
Die Organisatoren erklärten zuvor, West träume von einem Treffen mit dem russischen Präsidenten. Eine offizielle Einladung oder ein bestätigter Gesprächstermin wurde bislang nicht bekanntgegeben, schreibt die «Zeit».
Die Konzertpläne sorgen zugleich für unterschiedliche Reaktionen innerhalb Russlands. Der Abgeordnete Nikolai Nowikow fordert der «ZDFheute» zufolge, West müsse vor dem Auftritt seine Unterstützung für den Krieg bekunden.
Die Abgeordnete Jelena Drapeko begrüsst dagegen den geplanten Russland-Besuch des US-Rappers. Sie verwies laut der «Zeit» darauf, dass West in Russland viele Fans habe.
Ticketverkauf bereits angelaufen
Auch der Ticketverkauf für die beiden Auftritte ist bereits angelaufen. Die günstigsten Karten kosteten umgerechnet rund 100 Euro (etwa 94 Franken) und waren binnen kurzer Zeit ausverkauft.
Für VIP-Tickets wurden zunächst 160'000 Rubel (etwa 1525 Franken) verlangt. Die «ZDFheute» berichtete später von weiterhin verfügbaren Eintrittskarten zwischen 21'000 und 50'000 Rubel (etwa 200 bis 476 Franken).
Die geplanten Konzerte fallen in eine Zeit, in der Ye international stark umstritten bleibt. Der «Spiegel» verweist auf antisemitische Äusserungen sowie frühere Aussagen des Rappers über Adolf Hitler.
West bleibt umstritten
West veröffentlichte 2025 den Song «Heil Hitler». Das Lied wurde wegen antisemitischer Inhalte und der Verherrlichung der NS-Diktatur kritisiert.
Später entschuldigte sich der Musiker öffentlich für seine früheren Äusserungen, wie der «Spiegel» berichtet. Bereits 2024 hatte West Moskau besucht und damit Spekulationen über mögliche Konzerte in Russland ausgelöst.

Sein damaliger Besuch fand anlässlich der Geburtstagsfeier eines Designers statt. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf seine geplanten Auftritte in St. Petersburg.
















