Russland hat einen ausrangierten Raumfrachter gezielt über dem Pazifik abstürzen lassen. Die nicht verglühten Teile liegen nun am Meeresgrund.
Der Raumfrachter «Dragon» hat die Raumstation ISS wieder verlassen und ist erfolgreich zur Erde zurückgekehrt. (Symbolbild)
Der Raumfrachter «Dragon» hat die Raumstation ISS wieder verlassen und ist erfolgreich zur Erde zurückgekehrt. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/EPA NASA/NASA HANDOUT

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland liess einen Raumfrachter gezielt in den Atlantik stürzen.
  • Er war vor einem Jahr zur ISS geflogen und ausrangiert worden.

Russland hat seinen Raumfrachter vom Typ Progress MS-14 ausrangiert und gezielt über dem Pazifik zum Absturz gebracht. Die nicht verglühten Reste lägen nun in den Tiefen des Südpazifiks auf dem «Friedhof der Raumschiffe» twitterte Roskosmos am Donnerstagmorgen.

Der Raumfrachter war vor gut einem Jahr zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Mit 369 Tagen im All stellte er gemäss der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos einen Rekord auf. Der bisherige lag demnach bei 337 Tagen - das damalige Raumschiff flog zur bewohnten Station «Mir».

Die Triebwerke der MS-14 waren zehnmal genutzt worden, um die ISS in eine andere Umlaufbahn zu steuern. Zweimal habe die Station Weltraummüll ausweichen müssen. Derzeit setzt Russland seinen Raumfrachter Progress MS-16 für Flüge zur ISS ein.

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