On-CEO: Jeder zehnte Neukunde kauft zuerst Kleidung

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Zürich,

On hat die Laufschuhe längst hinter sich gelassen. Für CEO Martin Hoffmann ist das Bekleidungsgeschäft kein Nebenschauplatz mehr – sondern ein zentraler Baustein auf dem Weg zur führenden globalen Premium-Sportmarke.

On-CEO Hoffmann
On-CEO Martin Hoffmann blickt voller Zuversicht in die Zukunft. - keystone

«Etwa jeder zehnte Kunde kauft als erstes Produkt mittlerweile ein Bekleidungsstück», sagte Hoffmann im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP. Damit entwickle sich On zunehmend zur ganzheitlichen Sport- und Lifestyle-Marke.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die eigenen Läden. Dort liegt der Anteil von Bekleidung bei 15 Prozent – konzernweit sind es nur 7 Prozent. «Unsere Retail-Stores sind ein ganz zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstory», so Hoffmann. Weltweit betreibt On 67 eigene Geschäfte.

2025 steigerte On den Umsatz um 30 Prozent und überschritt damit erstmals die Marke von 3 Milliarden Franken. Das Wachstum sei klar volumengetrieben: Nur rund 3 bis 4 Prozent des Anstiegs seien auf höhere Preise zurückzuführen, «der ganz grosse Teil ist Stückzahlen».

Gleichzeitig erzielte das Unternehmen mit Sitz in Zürich rekordhohe Margen – getragen von einer Premium-Strategie, die bewusst auf breite Rabatte verzichtet. Das Fundament dafür bildet die Innovation, betont Hoffmann.

On will sich mit Innovationen nicht zuletzt in einem vom starken Schweizer Franken und geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld behaupten. Der Gegenwird von den Währungen dürften laut Hoffmann 7 Prozent betragen – dazu kommen die US-Zölle. Das Geschäftsmodell sei robust genug, diese Belastungen zu kompensieren, so Hoffmann.

Der Konflikt im Nahen Osten werde aufmerksam beobachtet. Die Region sei für On derzeit erst im Aufbau und daher wirtschaftlich noch von geringerer Bedeutung. Auch mit Blick auf die Lieferketten sei die direkte Exponierung begrenzt, mögliche globale Handelsstörungen würden jedoch mitverfolgt.

Der 2025 eröffnete Flagship-Store in Zürich sei gut gestartet und stärke die Präsenz im Heimmarkt. Erstmals seit mehreren Jahren habe On in der Schweiz wieder Wachstum erzielt, so Hoffmann. Der Store soll insbesondere das Bekleidungsgeschäft weiter vorantreiben.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5879 (nicht angemeldet)

Der ON Schuhhype ist durch! Sogar die Goldküstenjuppies habens inzwischen geschnallt, dass die Vietnamschuhe preislich und qualitativ unterirdisch sind. Jetzt versucht man es halt mit Sportbekleidung, vermutlich aus China und wahrscheinlich auch mit schwindeleregenden Preisen.

Weiterlesen

Iran
Iran-Krieg
Swiss
6 Interaktionen
Iran-Krieg

MEHR AUS STADT ZüRICH

Synagoge
1 Interaktionen
Zürich
Handschellen
2 Interaktionen
Zürich
Limmat
1 Interaktionen
Zürich