Spion

    Russischer Geheimdienst meldet Festnahme von ukrainischem Spion

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Moskau meldet die Festnahme eines Agent des ukrainischen Geheimdienstes. Ein Gericht hat bereits Untersuchungshaft bis Ende November angeordnet.

    FSB
    Polizist nahe dem FSB-Gebäude - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der russische Geheimdienst soll einen Ukraine-Spion festgenommen haben.
    • Der Verdächtige soll Daten über russische Militärtechnik gesammelt haben.
    • Es wurde bereits eine Untersuchungshaft bis Ende November angeordnet.

    In der russischen Hauptstadt Moskau hat der Geheimdienst FSB nach eigenen Angaben einen ukrainischen Spion festgenommen. Der Verdächtige sei «ukrainischer Staatsbürger, er war Agent des SBU (ukrainischer Geheimdienst) und hat im Frühjahr 2022 die Aufgabe vom Geheimdienst bekommen, Daten über russische Militärtechnik auf russischem Gebiet zu sammeln», meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch unter Berufung auf FSB-Kreise. Ein Moskauer Gericht hat bereits Untersuchungshaft bis Ende November für den Mann angeordnet.

    Seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar hat die offiziell gemeldete Zahl der Spionagefälle im Land deutlich zugenommen.

    Auch zahlreiche Russen im Visier der eigenen Strafverfolung

    Erst am Montag nahmen die russischen Behörden im Fernen Osten den japanischen Konsul in Wladiwostok wegen angeblicher Spionagetätigkeit zunächst fest und verwiesen ihn dann des Landes, was einen diplomatischen Skandal auslöste. Ende August war zuletzt ein ukrainischer Staatsbürger wegen mutmasslicher Spionage festgenommen worden.

    Daneben sind auch zahlreiche Russen ins Visier der eigenen Strafverfolgungsbehörden geraten. Die russische Justiz ermittelt in einer Reihe von Fällen angeblichen Hochverrats. Die Gesetzgebung - und auch die Rechtsprechung - dazu wurden massiv verschärft.

    So verurteilte ein Moskauer Gericht den früheren Journalisten Iwan Safronow in einem umstrittenen Spionageprozess Anfang September zu 22 Jahren Haft wegen Hochverrats. Das ist die höchste Strafe, die in Russland nach Ende der Sowjetunion für dieses Vergehen verhängt wurde.

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