Baschar al-Assad

    Baschar al-Assad: So luxuriös lebt er mit seiner Familie in Russland

    Riccardo Schmidlin
    Riccardo Schmidlin

    Russland,

    Syriens Ex-Diktator Baschar al-Assad lebt in Moskau. Dort lässt er es sich gut gehen, spielt Videospiele und büffelt, um wieder als Augenarzt tätig zu sein.

    Baschar al-Assad
    Baschar al-Assad wurde in Syrien in Abwesenheit zum Tode verurteilt. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Baschar al-Assad lebt luxuriös im russischen Exil in Moskau.
    • Assad spielt Videospiele und plant eine Rückkehr als Augenarzt.
    • Die Familie Assad transferierte zwei Tonnen Bargeld nach Russland.

    Fast ein Jahr nach dem Sturz seines Regimes lebt der frühere syrische Machthaber Baschar al-Assad abgeschottet im russischen Exil. Doch dies unter äusserst komfortablen Bedingungen.

    Wie die «Zeit» berichtet, soll Assad seit Dezember 2024 gemeinsam mit seiner Familie in Moskau residieren. Unter anderem in einem Wolkenkratzer im Geschäftsviertel Moskwa City.

    Der Familie gehören demnach zwischen 18 und 20 Luxuswohnungen, die über komplexe Firmenkonstrukte und Briefkastenfirmen erworben wurden.

    Die Einrichtung erinnert im Stil und Opulenz an die früheren Präsidentenpaläste in Damaskus: «crèmefarbene Einbauschränke mit vergoldeten Rahmen, Kristalllüster, Edelhölzer» sowie hochmoderne Küchen mit Geräten deutscher Hersteller.

    Besonders auffällig ist ein Badezimmer aus Carrara-Marmor mit beheizbarer Keramikwanne und Panoramablick über Moskau.

    Syriens Ex-Diktator spielt im Russen-Exil Videospiele

    Assad verbringe viel Zeit mit Videospielen und halte sich oft in einer Villa ausserhalb der Stadt auf.

    Seine Ehefrau Asma leide an einer schweren Krebserkrankung. Sein Bruder Maher soll im Moskauer Four-Seasons-Hotel wohnen.

    Warst du schon einmal in Russland?

    Andere Medien berichten von einem anderen Aufenthaltsort: Laut dem britischen «Guardian» lebt die Familie wahrscheinlich in der Rubljowka, einer exklusiven, streng bewachten Wohngegend westlich von Moskau. Diese gilt als «russisches Beverly Hills».

    Dort soll auch der frühere ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch wohnen. Ein Freund der Familie sagt dem «Guardian»: «Es ist ein sehr ruhiges Leben.»

    Assad habe «kaum Kontakt zur Aussenwelt, wenn überhaupt». Er stehe nur mit wenigen Personen aus seinem früheren Umfeld in Verbindung.

    Putin hat kein Interesse mehr an Assad

    Eine Quelle aus dem Kreml beschreibt im «Guardian» seine politische Bedeutung in Moskau als verschwindend gering: «Putin hat wenig Geduld mit Führern, die ihre Macht verlieren. Und Assad wird nicht mehr als einflussreiche Persönlichkeit oder gar als interessanter Gast für ein Abendessen angesehen.»

    Baschar al-Assad
    Baschar al-Assad und seine Frau Asma. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder. - keystone

    Interessanterweise versucht Assad offenbar, zu seinem ursprünglich erlernten Beruf zurückzukehren: dem Augenarzt. Ein Freund der Familie berichtet: «Er lernt Russisch und frischt seine augenärztlichen Kenntnisse wieder auf.»

    Assad nehme an Vorlesungen teil und erwäge offenbar, wieder als Augenarzt zu arbeiten. «Es ist seine Leidenschaft, er braucht das Geld offensichtlich nicht», fügt die Quelle hinzu.

    Schon vor dem Krieg praktizierte Baschar al-Assad regelmässig in Damaskus.

    Baschar al-Assad brachte zwei Tonnen Bargeld nach Moskau

    Bereits lange vor dem Sturz seines Regimes habe die Familie ihr Exil vorbereitet. Laut der «Financial Times» transferierten die Assads zwischen März 2018 und September 2019 rund 250 Millionen US-Dollar nach Russland.

    Demnach sollen zwei Tonnen Bargeld in 100- und 500-Dollar-Scheinen mit rund 20 Flügen nach Moskau gebracht worden sein!

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    Dieses Video zeigt die Sammlung von Luxusautos, die in der Nähe des Präsidentenpalastes von Syriens Machthaber Baschar al-Assad gefunden wurden. - X/@Tendar

    Am 8. Dezember 2024 floh Assad unter russischem Schutz aus Damaskus.

    Gegen Baschar al-Assad liegen internationale Haftbefehle wegen vorsätzlicher Tötung, Folter und Aufwiegelung zum Bürgerkrieg vor. Dennoch bleibt er durch den Schutz Russlands weitgehend unbehelligt.

    Kommentare

    User #2713 (nicht angemeldet)

    Er muss ein sehr guter Augenarzt gewesen sein. Kenne einen Kollegen, der mit ihm in London zusammen gearbeitet hat.

    User #9986 (nicht angemeldet)

    Ein Teufel wo ihn die Haut berührt

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