Russische Agenturen: Dutzende Zivilisten aus Mariupol gerettet

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Laut einer russischen Staatsagentur sollen am Freitag dutzende Zivilisten aus dem Stahlwerk Azovstal gerettet worden sein.

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    Ein Mädchen schaut durch das Fenster eines Autos, als ihre Familie aus Mariupol im Zentrum für Vertriebene in Saporischschja, Ukraine, ankommt, Donnerstag, 5. Mai 2022. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russischen Angaben zufolge sollen zwei Gruppen von Menschen evakuiert worden sein.
    • Von ukrainischer und internationaler Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

    Aus dem belagerten Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind russischen Nachrichtenagenturen zufolge am Freitag mehrere Dutzend Zivilisten gerettet worden. Bis zum Abend seien zwei Gruppen von Menschen mit Bussen evakuiert worden, meldeten die staatlichen Agenturen Tass und Ria Nowosti übereinstimmend unter Berufung auf ihre Korrespondenten. Bei der Tass war von insgesamt 35 Menschen die Rede, bei Ria Nowosti von 25.

    Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Von ukrainischer und internationaler Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Das russische Militär hat bis einschliesslich Samstag eine täglich mehrstündige Waffenruhe angekündigt, um Zivilisten vom Werksgelände in Sicherheit zu bringen.

    Buskolonne sollte am Freitag in Mariupol eintreffen

    Am Freitag sollte dafür eine von den Vereinten Nationen und dem Internationalen Roten Kreuz begleitete Buskolonne in Mariupol eintreffen. Ukrainische Kämpfer, die sich ebenfalls in den Bunkeranlagen des Werks verschanzt haben, warfen der russischen Seite früher am Freitag vor, die Waffenruhe erneut gebrochen und ein Evakuierungsfahrzeug beschossen zu haben. Auch das konnte zunächst nicht überprüft werden. Die Vereinten Nationen bestätigten nicht, dass während der Evakuierung Kampfhandlungen stattgefunden hätten.

    In der stark zerstörten Stadt am Asowschen Meer mit ihren einst mehr als 400'000 Einwohnern harren Schätzungen zufolge noch rund 100'000 Menschen aus. Auf dem Werksgelände sind ukrainischen Angaben zufolge neben den letzten verbliebenen Kämpfern noch rund 200 Zivilisten eingeschlossen.

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