Rumänien macht Weg frei für Erdgasförderung im Schwarzen Meer

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Rumänien,

    Rumänien will hinsichtlich der Energie unabhängig werden. Am Mittwoch hat das Abgeordnetenhaus einer entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt.

    alpen
    Bau einer Erdgas-Pipeline. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rumäniens Parlament hat der Erdgasförderung im Schwarzen Meer zugestimmt.
    • Eine mögliche Klage der Oppositionspartei AUR könnte das Inkrafttreten jedoch verzögern.

    Rumänien hat nach langem Tauziehen den Weg für die Erdgasförderung im Schwarzen Meer frei gemacht. Am Mittwoch beschloss das Abgeordnetenhaus in Bukarest mit grosser Mehrheit die Änderung eines Gesetzes, das bisher ausländische Investoren von dem Projekt ferngehalten hat. Zuvor hatte bereits der Senat, die oberste Parlamentskammer, zugestimmt.

    Eine mögliche Klage vor dem Verfassungsgericht seitens der nationalistischen Oppositionspartei AUR könnte das Inkrafttreten verzögern. Die AUR hatte in beiden Parlamentskammern gegen das Gesetzesvorhaben gestimmt.

    Es geht um geschätzte 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas im rumänischen Teil des Kontinentalsockels des Schwarzen Meeres, sowie um Gasförderprojekte auf dem Festland. «Wir sind sicher, dass wir binnen höchstens fünf Jahren hinsichtlich der Energie unabhängig werden können», sagte Ministerpräsident Nicolae Ciuca zu der Neuregelung.

    Freier Verkauf für in Rumänien gefördertes Erdgas

    Die geplante Gesetzesänderung hatte seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an Fahrt gewonnen. Rumänien importiert derzeit 20 bis 30 Prozent seines Gasbedarfs aus Russland. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Virgil Popescu werde Rumänien künftig mehr Gas fördern als das Land verbraucht.

    Erdgasspeicher
    Die Erdgasspeicher in Deutschland sind zu mehr als 75 Prozent gefüllt. (Symbolbild) - dpa

    Anders als bisher sollen Investoren das in Rumänien geförderte Erdgas im Einklang mit EU-Recht frei verkaufen können. Die Pflicht, einen Anteil davon in Rumänien zu verkaufen, entfällt. Sie kann nur per Regierungserlass im Krisenfall wieder eingeführt werden. Gestrichen wurde zudem die bisherige Verpflichtung für Erdgas-Investoren, einen Teil ihrer Belegschaft in Rumänien mit rumänischen Staatsbürgern zu besetzen, ebenso wie die Pflicht, Zulieferungen und Dienstleistungen ausschliesslich aus Rumänien oder anderen EU-Ländern zu beziehen.

    Ferner wurde die progressive Besteuerung der Profite gemildert: Die dafür massgeblichen Gaspreis-Schwellen wurden erhöht. Ausserdem dürfen die Investoren jetzt mehr Investitionen von der Steuer absetzen.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    Gas
    5 Interaktionen
    Zunahme
    Christian Imark Erdgas
    205 Interaktionen
    Vorkommen im Tessin
    Quickline
    18 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR IN NEWS

    a
    Krypto-Hack
    binance
    Washington
    dia de los muertos
    Mexiko-Stadt

    MEHR AUS RUMäNIEN

    4 Interaktionen
    Constanta/Bukarest
    Rumänien Handelsschiff Feuer
    1 Interaktionen
    Sulina
    schwarzes meer
    1 Interaktionen
    Sulina