RKI: Mehr psychische Belastungen bei Kindern in der Pandemie

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    Deutschland,

    Der Schutz älterer Menschen stand in der Corona-Pandemie lange im Vordergrund, weniger die Interessen der Jüngsten. Wie die Pandemie deren psychische Gesundheit beeinflusste, hat das RKI sich angeschaut.

    In der Corona-Pandemie haben Kinder laut einer Auswertung im «Journal of Health Monitoring» sensibel «auf die zum Teil drastischen Veränderungen in ihrer Lebenswelt» reagiert.
    In der Corona-Pandemie haben Kinder laut einer Auswertung im «Journal of Health Monitoring» sensibel «auf die zum Teil drastischen Veränderungen in ihrer Lebenswelt» reagiert. - Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland haben psychische Belastungen und Symptome in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen.

    «Der überwiegende Teil der bis zur zweiten Pandemiewelle durchgeführten Studien zeigte eine relevante Verschlechterung des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen», hält ein Autorenteam des Robert Koch-Instituts (RKI) in einem kürzlich veröffentlichten Rapid Review fest.

    Dafür wurden 39 Studien zum Thema ausgewertet. Im Vergleich zu Erkenntnissen über die psychischen Belastungen bei Erwachsenen hätten sich Kinder und Jugendliche in der Pandemie als vulnerabler erwiesen.

    Zunahme psychischer Auffälligkeiten

    Die Belastung variierte laut der Auswertung im «Journal of Health Monitoring» mit den Pandemiewellen und den jeweiligen Corona-Massnahmen. Dies zeige, dass Kinder sensibel «auf die zum Teil drastischen Veränderungen in ihrer Lebenswelt» reagierten. Aus repräsentativen Studien sei überwiegend ein hohes Ausmass an pandemiebezogenen Belastungen, Zunahmen psychischer Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen der Lebensqualität berichtet worden.

    Allerdings bezog sich laut RKI die grosse Mehrzahl der Studien auf den Pandemiebeginn bis zum Sommerplateau 2020. Insgesamt sehen die Autoren einen Mangel an Studien zur psychischen Kindergesundheit während der Pandemie. Viele Untersuchungen wiesen in irgendeiner Form bedeutende Einschränkungen auf. Als Manko wird etwa genannt, dass Risikogruppen sich bislang nur eingeschränkt identifizieren liessen.

    RKI: Psychische Gesundheit von Kindern weiter beobachten

    Wünschenswert wären aus RKI-Sicht weitere, regelmässig durchgeführte Trend- und Kohortenstudien, wie es hiess. Mit einer solchen Art Überwachung liesse sich die psychische Gesundheit von Kindern auch im weiteren Verlauf der Pandemie und darüber hinaus beobachten. Denn Folgen psychischer Belastungen zeigten sich oft erst später.

    In den Jahren vor der Pandemie ging die Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen laut der Studie eher zurück.

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