Halloween: Plünderer prahlen, dass sie Luxusuhr klauen werden
Vor Halloween wächst die Angst vor Krawallen: Linksextreme rufen in Zürich zur Demo auf, in Deutschland verbarrikadieren Händler ihre Läden.
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Das Wichtigste in Kürze
- Linksextreme rufen für Halloween zu einer unbewilligten Demo in Zürich auf.
- In Deutschland kursieren im Netz Videos und Wunschlisten für Plünderungen von Luxusläden.
- Deutsche Händler wie Bucherer bleiben am Samstag zu oder verbarrikadieren Schaufenster.
Vor Halloween wächst die Angst vor Ausschreitungen. In Zürich haben Linksextreme zu einer unbewilligten Demo aufgerufen. Im Communiqué wird auch Sachbeschädigung ausdrücklich thematisiert. «Ein kleines bisschen Gerechtigkeit blitzt auf in jeder zerbrochenen Scheibe der sonst für uns unbezahlbaren Innenstädte», heisst es.
Ähnlich klingt es auch in Deutschland. Wie die «Bild» berichtet, rufen dort linksextreme GenZ-Gruppen Protesten am Halloween-Samstag auf. Die Angst vor Krawallen ist gross. Im Internet kursieren demnach bereits Wunschlisten für Plünderungen, aufgeschlüsselt nach Marken.
In sozialen Netzwerken tauchen zudem immer mehr Videos auf, in denen angekündigt wird, sich am 31. Oktober eine Luxusuhr zu holen. Die Clips sind mit düsterer Musik unterlegt. Vermummte zeigen sich von hinten vor den Schaufenstern von Rolex und anderen Uhrenhändlern.
In Chat-Gruppen zu den Protesten wird zu Plünderungen aufgerufen. Auf Tiktok werden die Düsseldorfer Königsallee, die Frankfurter Zeil und die Kölner Fussgängerzone genannt. Die Polizei hat bisher keine konkreten Hinweise auf Taten. Sie nimmt die Drohungen aber sehr ernst.
Händler sichern ihre Läden für Halloween
Wegen der Aufrufe ist die Sorge bei Händlern von Uhren, Schmuck, Kosmetik und Parfüms besonders gross. Die ersten Geschäfte reagieren bereits. Bucherer, nach eigenen Angaben der grösste Uhren- und Schmuckhändler der Welt, lässt am Samstag alle Filialen in Deutschland geschlossen.
Laut «Bild» sollen zudem die Schaufenster verbarrikadiert werden. Der Schmuckhändler Wempe sicherte seine Scheiben in Frankfurt am Main und Köln schon am Donnerstag mit Platten. Die Kosmetikkette Sephora nagelte die Glasfassaden in Frankfurt und Stuttgart mit Holzbrettern zu.

Auch Dienstleister spüren die Lage. Marcel Benz vom Generalunternehmer «Projekt Kraft, Facility- und Projektmanagement», sagt: .«Wegen der geplanten Demos haben wir schon Aufträge aus Stuttgart, Nürnberg und Berlin, um Läden zu verbarrikadieren.»
«KaDeWe» soll an Halloween gestürmt werden
In der Stuttgarter Einkaufsstrasse «Stiftstrasse» sollen am Samstag sechs Läden geschlossen bleiben. Sabine Hagmann, Chefin des baden-württembergischen Handelsverbands, rät den Geschäftsleuten und Gastronomen: «Bewegliche Gegenstände wie Mobiliar, Blumenkübel, Schilder oder Schirmhüllen sollten nach Möglichkeit vorübergehend gesichert oder entfernt werden.»
In Berlin liess sich der Handelsverband am Donnerstag in einer Videokonferenz beraten, wie Geschäfte innen und aussen geschützt werden können.

Wie die «B.Z.» berichtet, wird in Chat-Gruppen, unter anderem von Studierenden der FU Berlin, dazu aufgerufen, das «KaDeWe zu stürmen». Das Kaufhaus will trotzdem öffnen, mit einem strengen Sicherheitskonzept und engem Austausch mit der Polizei.
Polizeigewerkschaft warnt vor Gewalt an Halloween
Heiko Teggatz, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagt gegenüber der «Bild»: «In Chat-Gruppen wird über Plünderungen von Nobelläden schwadroniert nach dem Pariser Vorbild.»
Er richtet sich an junge Leute: «Haltet Abstand von Gewalttätern! Plündern und Brände legen ist nicht cooler Lifestyle, das sind schwere Straftaten, die hart bestraft werden!»

Gegen Gewalt werde man «rigoros und robust» vorgehen, warnt Teggatz weiter, sollten linksextreme und islamistische Gruppen nach französischem Vorbild Gewalt auf die Strassen bringen.
















