Mächtige Kaiser, extravagante Fürsten und wohlhabende Bürger: Sie liessen sich schon im 15. und 16. Jahrhundert gerne porträtieren. «Die Mächtigen und Reichen Europas wollten nicht vergessen werden», sagte der Direktor des Amsterdamer Rijksmuseums, Taco Dibbits, am Dienstag bei der Präsentation der Ausstellung «Vergiss mich nicht».
Eine übergrosse Reproduktion des Gemäldes «Selbstbildnis im Pelzrock» des Malers Albrecht Dürer. Foto: Daniel Karmann/dpa
Eine übergrosse Reproduktion des Gemäldes «Selbstbildnis im Pelzrock» des Malers Albrecht Dürer. Foto: Daniel Karmann/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Rijksmuseum zeigt ab 1. Oktober die umfangreiche Ausstellung europäischer Porträts der Renaissance aus internationalen Sammlungen.

Mehr als 100 Spitzengemälde sind zu sehen von Malern wie Hans Holbein, Albrecht Dürer, Tizian und Paolo Veronese.

Rund 1470 beginnt in Europa die erste Blüte der Porträtmalerei. Dahinter stand das Bedürfnis, dass man nach dem Tod nicht vergessen werden wollte. Die Auftraggeber der Gemälde wollten aber auch weitgehend die Komposition bestimmen, um sich so günstig wie möglich darzustellen. Dabei setzten sie unterschiedliche Akzente wie Schönheit, Ansehen, Macht oder Wohlstand. Die Ausstellung handele «auch von Macht und Ehrgeiz, aber vor allem von Schönheit», sagte Dibbits.

Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist nach Angaben des Museums das «Bildnis einer jungen Frau» (ca. 1470) des Malers Petrus Christus aus der Berliner Gemäldegalerie. Spitzenwerke wurden auch von Museen aus Basel, London, Madrid und Washington zur Verfügung gestellt.

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