Nicht das erste Mal seit der Übernahme von Real durch den russischen Finanzinvestor SCP kommt es zu Filialschliessungen. Dieses Mal sollen sieben Geschäfte dicht machen.
Von den rund 270 Märkten, die der Investor SCP 2019 übernahm, sind mehr als 40 geschlossen oder stehen auf der Schliessungsliste. Foto: Oliver Berg/dpa
Von den rund 270 Märkten, die der Investor SCP 2019 übernahm, sind mehr als 40 geschlossen oder stehen auf der Schliessungsliste. Foto: Oliver Berg/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die SB-Warenhauskette Real will in den nächsten Monaten sieben weitere Filialen schliessen.

Die Märkte in Blankenburg und Neuss (Breslauer Strasse) sollen für immer dicht gemacht werden, wie ein Unternehmenssprecher ankündigte.

Bei fünf weiteren Märkte im baden-württembergischen Brühl, in Dortmund-Aplerbeck, in Menden, in Norden und in Witten seien langwierige Umbauarbeiten geplant, bevor sie an andere Händler übergeben würden. Auch hier müsse deshalb dem Personal gekündigt werden. Zuvor hatte die «Lebensmittel Zeitung» darüber berichtet.

Auch die Real-Filialen in Schwedt an der Oder und Mutterstadt in der Pfalz sollen Ende Januar für grössere Umbauarbeiten geschlossen werden. Doch seien die Schliessungspläne hier intern schon länger bekannt gewesen, betonte der Sprecher.

Viele Schliessungen

Es ist nicht das erste Mal, dass es nach der Übernahme von Real durch den russischen Finanzinvestor SCP zu Filialschliessungen kommt. Von den rund 270 Märkten, die SCP von der Metro 2019 übernahm, wurden mittlerweile mehr als 40 geschlossen oder stehen auf der Schliessungsliste.

SCP hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette von der Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Kaufland, Edeka und Globus haben sich bereits eine grosse Zahl von Filialen gesichert. Doch das Schicksal von etlichen Standorten ist noch offen.

Für drei Filialen in Espelkamp, Monschau und Wetzlar, die bereits auf der Schliessungsliste standen, gibt es inzwischen offenbar wieder Hoffnung. Denn sie sind auf der aktuellen Liste nicht mehr enthalten. Hier hätten sich doch noch Interessenten gefunden, mit denen aktuell verhandelt werde, sagte der Unternehmenssprecher.

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