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    Rauswurf von Kalbitz offenbart tiefen Riss im Vorstand der AfD

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    Deutschland,

    In einem Rundschreiben an die Parteimitglieder hat der Chef der AfD, Jörg Meuthen, den Ausschluss von Andreas Kalbitz erklärt.

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    Der langjährige Brandenburger Parteichef Andreas Kalbitz: Nach seinem Rauswurf aus der rechtspopulistischen AfD geht ein tiefer Riss durch den Bundesvorstand. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA/CLEMENS BILAN

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Parteimitglieder der AfD haben ein Rundschreiben erhalten.
    • Indem erklärt der Parteivorsitzende Jörg Meuthen den Rausschmiss von Andreas Kalbitz.
    • Gleichzeit erklärt der Co-Vorsitzende, dass er nicht mit dem Ausschluss einverstanden war.

    Durch den Bundesvorstand der rechtspopulistischen AfD geht in Deutschland nach dem Rauswurf des langjährigen Brandenburger Parteichefs Andreas Kalbitz ein tiefer Riss. Das zeigt ein von AfD-Chef Jörg Meuthen unterzeichnetes Rundschreiben an die Mitglieder der Partei.

    Meuthen erklärt in der E-Mail vom Donnerstag, weshalb sich eine Mehrheit des Vorstandes dafür entschieden hatte, Kalbitz' Mitgliedschaft aufgrund früherer Kontakte ins rechtsextreme Milieu für nichtig zu erklären.

    Kalbitz habe bis heute eine klare Distanzierung von der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) abgelehnt, die laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts eine «Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus» aufweise.

    AfD Meuthen
    Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen spricht mit Journalisten. - dpa

    Ausserdem habe Kalbitz bei seinem Eintritt in die Partei eine frühere Mitgliedschaft bei den Republikanern – einer kleinen deutschen Rechtspartei - verschwiegen. Meuthen betont, der Bundesvorstand stehe weiter zur «Einheit der Partei» mit ihren «verschiedenen Strömungen und regionalen Besonderheiten».

    Co-Vorsitzender wollte auf ein «aussagekräftiges Rechtsguthaben» wartem

    In einem der Mail beigefügten Anhang erklärt der Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla seinerseits, dass das Schreiben an Mitglieder zwar vom Vorstand mehrheitlich beschlossen worden sei. Er selbst seie aber nach wie vor der Meinung, dass es besser gewesen wäre, erst ein «aussagekräftiges Rechtsgutachten» über die Frage der Aberkennung von Kalbitz' Parteimitgliedschaft einzuholen. Der Vorstand sei darauf jedoch nicht eingegangen.

    Die 2013 gegründete AfD (Alternative für Deutschland) ist die drittstärkste Kraft im deutschen Parlament und holte 2017 bei der Bundestagswahl 12,6 Prozent der Stimmen. In Ostdeutschland holte sie bei den Landtagswahlen mehr als 20 Prozent. Der «Flügel» – eine Parteiströmung der Kalbitz angehört – wird vom Verfassungsschutz (Inlandsgeheimdienst) als rechtsextrem eingestuft. Das gilt nicht für die Gesamtpartei.

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