Gericht

    «Querdenker»-Initiator Ballweg ab Oktober vor Gericht

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    Deutschland,

    Michael Ballweg, Initiator der «Querdenken»-Bewegung, steht wegen versuchten Betrugs vor Gericht.

    Der Prozess gegen Michael Ballweg startet in Stuttgart Anfang Oktober. (Archivbild)
    Der Prozess gegen Michael Ballweg startet in Stuttgart Anfang Oktober. (Archivbild) - Marijan Murat/dpa

    Der Prozess gegen den «Querdenken»-Initiator Michael Ballweg wegen versuchten Betrugs in 9450 Fällen beginnt am 2. Oktober vor dem Landgericht Stuttgart. Das teilte ein Gerichtssprecher mit.

    Zunächst seien Verhandlungstermine bis ins Frühjahr 2025 angesetzt. Ballweg soll nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft durch öffentliche Aufrufe von Tausenden Menschen mehr als eine Million Euro Zuwendungen für die Organisation eingeworben haben, die Spender aber über die Verwendung der Gelder getäuscht haben.

    Ballweg hatte die Vorwürfe stets bestritten. Er war im April 2023 aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Sein Anwalt Reinhard Löffler sagte, die Verteidigung sei der Auffassung, dass die Vorwürfe haltlos seien.

    Dies werde das Verfahren bestätigen

    Die Strafkammer des Landgerichts hatte zunächst die Anklage bezüglich des versuchten Betrugs nicht zugelassen. Das Oberlandesgericht Stuttgart gab aber einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Nichtzulassung statt.

    So kommt es nun zu dem Strafverfahren vor der Wirtschaftsstrafkammer. Der Vorwurf der Geldwäsche wurde endgültig fallen gelassen. Ballweg muss sich auch noch wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten.

    Die «Querdenken»-Bewegung hatte sich im Zuge der Corona-Pandemie von Stuttgart aus in vielen deutschen Städten formiert. Die Anhängerinnen und Anhänger demonstrierten immer wieder öffentlich gegen die politischen Massnahmen zur Eindämmung des Virus.

    Angriffe auf Polizisten und Medienvertreter

    Vier Jahre nach der ersten grossen Demonstration der «Querdenken»-Bewegung in Berlin zogen am Wochenende erneut mehrere Tausend Demonstranten durch die Hauptstadt. Einige Teilnehmer schwenkten Fahnen mit der Friedenstaube.

    Andere forderten auf Transparenten eine «Aufarbeitung der Corona-Massnahmen» und «Konsequenzen für die Verantwortlichen». Anmelder der Demonstration war Ballweg.

    Kommentare

    User #7035 (nicht angemeldet)

    Bald ist der Ball weg.

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