Presse-Institut: Weltweit 66 Medienvertreter umgekommen

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Ukraine,

In diesem Jahr sind 66 Pressevertreter ums Leben gekommen. Letztes Jahr waren es 45. Die meisten Fälle gab es jedoch nicht in der Ukraine.

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Der Tod der in der arabischen Welt prominenten Journalistin Schirin Abu Akle sorgte in diesem Jahr für Aufsehen. - Marwan Naamani/dpa/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • 2022 sind 66 Medienvertreter wegen ihres Berufs gestorben.
  • Das sind mehr als im Jahr 2021 – damals waren es 45.

In diesem Jahr sind nach Angaben des Internationalen Presse-Instituts (IPI) weltweit 66 Medienvertreterinnen und -vertreter wegen ihres Berufs gestorben. 2021 waren es 45 Todesfälle, wie das Institut in Wien mitteilte.

Der Anstieg gehe auf eine Spirale der Gewalt in Mexiko und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zurück. Das IPI wurde 1950 gegründet, um die Pressefreiheit zu stärken. In Mexiko kamen 14 Journalistinnen und Journalisten ums Leben, bei der Berichterstattung über Russlands Krieg gegen die Ukraine acht. «Mexiko bleibt das gefährlichste Land für Journalisten», berichtete das Institut.

Mindestens 39 Pressevertreter gezielt getötet

Insgesamt waren unter den 66 Toten acht Frauen. Mindestens 39 Pressevertreter seien gezielt getötet worden, etwa, weil sie über Korruption oder die organisierte Kriminalität in ihren Ländern berichteten. Andere seien bei der Ausübung ihrer Arbeit umgekommen.

Journalisten in Konfliktgebieten gezielt anzugreifen, ist nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen. Neben Mexiko und der Ukraine war die Lage für Journalisten auch besonders gefährlich in Haiti und auf den Philippinen.

Schlagzeilen machte im Mai unter anderem der Tod der in der arabischen Welt prominenten Journalistin Schirin Abu Akle. Sie wurde im besetzten Westjordanland durch Schüsse getötet.

abu akle
Al Dschasira-Journalistin Schirin Abu Akleh. - AL JAZEERA/AFP/Archiv

Diese kamen nach einer Untersuchung des israelischen Militärs wahrscheinlich von israelischen Soldaten. Das Institut kritisiert, dass wenige Tötungen aufgeklärt werden. Das sei «fruchtbarer Boden für Gewalt gegen Pressevertreter».

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