Schweizer Armee

    Armee: Journalistin «wahrscheinlich» durch israelische Kugel getötet

    Keystone-SDA
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    Israel,

    Die Journalistin Schirin Abu Akle wurde vor fast vier Monaten getötet. Nun sind die internen Untersuchungen des israelischen Militärs abgeschlossen.

    Schirin Abu Akleh
    Schirin Abu Akleh - HANDOUT/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schirin Abu Akle wurde «sehr wahrscheinlich» von einer israelischen Kugel getötet.
    • Zu diesem Schluss kommt eine interne Untersuchung des Militärs.
    • Die Journalistin sei jedoch nicht absichtlich erschossen worden.

    Die tödlichen Schüsse auf die in der arabischen Welt prominente Journalistin Schirin Abu Akle vor fast vier Monaten sind «sehr wahrscheinlich» vom israelischen Militär abgegeben worden.

    «Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie versehentlich von Schüssen des Militärs getroffen wurde», sagte ein hochrangiger Vertreter der Armee am Montag nach dem Abschluss interner Untersuchungen.

    schirin abu akle
    Die 51-jährige Journalistin Schirin Abu Akle wurde im Mai während eines Militäreinsatzes im Westjordanland durch Schüsse getötet. Ihr Tod löste international Trauer aus. (Archiv) Foto: Marwan Naamani/dpa - sda - Keystone/dpa/Marwan Naamani

    Die Reporterin des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira sei jedoch zu keinem Zeitpunkt als Journalistin identifiziert worden, sagte der Vertreter.

    Israel: «Kein Verdacht auf Straftat»

    Schirin Abu Akle war während eines israelischen Militäreinsatzes im besetzten Westjordanland durch Schüsse getötet worden. Zuvor gab es nach Angaben des israelischen Militärs ein heftiges Feuergefecht mit Dutzenden militanten Palästinensern während einer israelischen Razzia in der Stadt Dschenin.

    Die Schüsse seien nach israelischen Angaben auch nach Abschluss der Untersuchungen nicht eindeutig zuzuordnen. Strafrechtliche Ermittlungen sollen nicht eingeleitet werden. Der militärische Generalstaatsanwalt teilte mit: «Es gibt keinen Verdacht auf eine Straftat». Es bestehe nach Darstellung des Militärs auch weiterhin die Möglichkeit, dass die Schüsse von bewaffneten Palästinensern abgegeben wurden.

    Schirin Abu Akle
    Kollegen der getöteten Journalistin Schirin Abu Akle trauern vor ihrem Leichnam im Krankenhaus von Dschenin. - Majdi Mohammed/AP/dpa

    Der Tod der Frau, die auch US-Bürgerin war, sorgte international für Bestürzung. Der palästinensische Generalstaatsanwalt machte Israel verantwortlich und warf den Soldaten vor, die Journalistin gezielt getötet zu haben. Eine Untersuchung in den USA kam zum Ergebnis, dass die tödliche Kugel zwar vom israelischen Militär abgefeuert, Abu Akle jedoch nicht absichtlich erschossen worden sei. Die Beerdigung der 51-Jährigen in Jerusalem war von Gewalt überschattet worden.

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