Bei den Getöteten in einer Behinderteneinrichtung in Potsdam handelt es sich um zwei Männer und zwei Frauen zwischen 31 und 56.
Gedenken an die Getöteten vor der Einrichtung
Gedenken an die Getöteten vor der Einrichtung - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Opfer der Tötung in einer Behinderteneinrichtung waren zwischen 31 und 56 Jahren alt.
  • Sie wurden mit einem Messer umgebracht.
  • Die Beschuldigte schweigt zur Tat.

Nach dem vierfachen Tötungsdelikt in einer Potsdamer Behinderteneinrichtung haben die Ermittler erste Einzelheiten zu den Opfern bekannt gegeben.

Bei den Getöteten handelte es sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 31 und 56 Jahren. Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der brandenburgischen Hauptstadt am Freitag. Bei dem schwerverletzten Opfer handelte es sich demnach um eine 43-jährige Frau. Ihr Gesundheitszustand war noch unverändert.

Eine Mitarbeiterin der Pflegeeinrichtung soll die Bewohner am Mittwochabend getötet haben. Die Opfer wurden in verschiedenen Zimmern gefunden, die Ermittler sprachen von schwerer äusserer Gewalteinwirkung. Medienberichten zufolge sollen die Taten mit einem Messer begangen worden sein.

Beschuldigte macht keine Angaben zur Tat

Die 51-jährige Verdächtige wurde am Donnerstag auf richterlichen Beschluss vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Der Staatsanwaltschaft zufolge gibt es bei ihr Hinweise auf eine psychische Erkrankung.

Wie der Sprecher der Behörde am Freitag weiter sagte, machte die Beschuldigte bisher keine Angaben zur Tat. Gutachter sollen nun die Frage klären, ob die Schuldfähigkeit der Frau eingeschränkt oder gar aufgehoben ist. Dies entspreche dem üblichen Vorgehen.

Derweil liefen laut Staatsanwaltschaft die Ermittlungen unter Hochdruck weiter. Unter anderem sollten Zeugen befragt werden.