In Polen ist ein Bischof der katholischen Kirche zurückgetreten. Dies, nachdem Vertuschungsvorwürfe über sexuelle Misshandlung von Minderjährigen laut wurden.
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Ein Bischof verschränkt die Hände. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Das Wichtigste in Kürze

  • Noch immer hat die katholische Kirche mit Vorwürfen wegen Kindesmisshandlung zu kämpfen.
  • Nun ist ein polnischer Bischof nach Missbrauch-Vertuschungsvorwürfen zurückgetreten.
  • Der Vatikan prüft nun, ob auch Erzbischof Stanislaw Dziwisz Vorwürfe ignoriert hat.

Nach Vertuschungsvorwürfen in Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche ist ein Bischof in Polen zurückgetreten. Papst Franziskus habe das Rücktrittsgesuch des Bischofs von Legnica, Zbigniew Kiernikowski, angenommen, teilte die Erzdiözese Lublin am Montag mit. Nachfolger wird Andrzej Siemieniewski, bislang Weihbischof von Breslau (Wroclaw).

In den vergangenen Monaten hat der Vatikan mehrere polnische Bischöfe bestraft, weil sie Hinweise auf sexuellen Missbrauch vernachlässigt hatten. Eine Untersuchungskommission prüft zudem, ob der langjährige Vertraute und Sekretär des verstorbenen Papstes Johannes Paul II., Kardinal Stanislaw Dziwisz, als Erzbischof von Krakau Vorwürfe ignoriert hat.

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