Polens Grenzschutz: 200 Migranten versuchen Grenzdurchbruch

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    An der Grenze zwischen Polen und Belarus haben nach Angaben des polnischen Grenzschutzes mehrere grössere Gruppen von Migranten vergeblich versucht, die Befestigung zu überwinden. Die Vorfälle hätten sich am Freitag in der Nähe des Ortes Dubicze Cerkiewne ereignet, teilte die Behörde am Samstag mit. Die grösste Gruppe habe aus rund 200 Menschen bestanden, weitere aus mehreren Dutzend. «Die Ausländer waren aggressiv. Sie warfen mit Steinen und Feuerwerkskörpern, benutzten Tränengas.» Insgesamt registriere der Grenzschutz 195 Versuche einer illegalen Grenzüberquerung.

    Migranten aus dem Nahen Osten und anderen Ländern versammeln sich an der belarussisch-polnischen Grenze. Polen warnt Migranten an der Grenze zu Belarus per SMS, Gerüchten über einen angeblich bevorstehenden Transit nach Deutschland nicht zu glauben. Foto: Leonid Shcheglov/BelTA/AP/dpa
    Migranten aus dem Nahen Osten und anderen Ländern versammeln sich an der belarussisch-polnischen Grenze. Polen warnt Migranten an der Grenze zu Belarus per SMS, Gerüchten über einen angeblich bevorstehenden Transit nach Deutschland nicht zu glauben. Foto: Leonid Shcheglov/BelTA/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Wie die polnische Polizei mitteilte, wurden in der Grenzregion zudem neun mutmassliche Schleuser festgenommen. Darunter seien vier Polen, zwei Ukrainer und je ein Deutscher, Aserbaidschaner und Georgier. Sie waren mit insgesamt 34 Flüchtlingen unterwegs.

    Die Europäische Union beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Aussengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben. Die Menschen aus dem Irak, aus Syrien und Afghanistan sind über Touristenvisa in Belarus eingereist.

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