Polen hilft Kiew durch eisigen Winter mit Generatoren
Massive Stromausfälle in Kiew treffen auf grosse Solidarität: Polnische Spender haben Hunderttausende für Generatoren gesammelt.

Eine Spendenaktion in Polen hat innerhalb weniger Tage mehr als 2,4 Millionen Zloty gesammelt. Das entspricht umgerechnet rund 526'422 Franken, berichtet das «Kyiv Independent».
Die Initiative trägt den Namen «Wärme aus Polen für Kiew» und startete mit dem Ziel, 100 Generatoren zu kaufen. Mehr als 8860 Menschen beteiligten sich an der Kampagne, wie «European Pravda» meldet.
Die ursprüngliche Zielsumme von 400'000 Zloty wurde innerhalb kürzester Zeit erreicht. Daraufhin erhöhten die Organisatoren das Spendenziel auf zwei Millionen Zloty, das ebenfalls übertroffen wurde.
Schwere Energiekrise in Kiew
Die ukrainische Hauptstadt erlebt die schwerste Energiekrise seit Kriegsbeginn, berichtet der «Market Screener». Nach russischen Angriffen vom 9. Januar stehen der Stadt nur etwa die Hälfte des benötigten Stroms zur Verfügung.
Bürgermeister Vitali Klitschko bezeichnete die Lage als beispiellos, meldet «Antenne Düsseldorf». Rund 300 Wohnblocks sind weiterhin vollständig ohne Heizung.
Gleichzeitig herrschen in Kiew Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Hunderttausende Menschen sind ohne Strom und Heizung in mehreren ukrainischen Städten.
Kiew zeigt Dankbarkeit für polnische Solidarität
Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha dankte den polnischen Spendern öffentlich, berichtet «n-tv». Das Engagement bedeute viel und sei ein Zeichen echter Solidarität in einer Zeit, in der Wärme Leben bedeute.
Auch der ukrainische Botschafter in Polen, Vasyl Bodnar, zeigte sich laut «TVP world» dankbar. Die Spendenaktion kam zur richtigen Zeit, da die Generatoren Leben retten können.
Sie ermöglichen es, Räume zu heizen und Wasser zu kochen, erklären die Organisatoren laut «European Pravda». Besonders ältere Menschen und Kinder sind auf funktionierende Heizmöglichkeiten angewiesen.
Selenskyj ordnet Ausbau der Stromimporte an
Selenskyj hat den sofortigen Ausbau der Stromimporte laut «WHBL» angeordnet und die zuständigen Behörden angewiesen, zusätzliche Energieausrüstung rasch zu beschaffen.
Anlass sind massive Schäden an der ukrainischen Energieinfrastruktur infolge der anhaltenden Angriffe.

Reparaturteams arbeiten rund um die Uhr an den betroffenen Anlagen. Dennoch kommt es weiterhin zu grossflächigen Stromausfällen, da Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine nahezu täglich mit Raketen und Drohnen angreift.












