Polen spricht sich gegen den EU-Vorschlag zum verpflichtenden Einsparen von 15 Prozent des Gasverbrauchs aus.
Gasflamme
Eine Gasflamme. - AFP/Archiv

«Wir können über freiwillige Mechanismen sprechen, wir können über Einsparungen in den einzelnen Ländern sprechen», sagte die Umwelt- und Klimaministerin Anna Moskwa am Montag in Warschau. Aber es sei schwierig, einem pauschalen Einsparziel zuzustimmen, «ohne zu wissen, wie der kommende Winter aussehen wird».

Polen sei für Gespräche mit anderen EU-Staaten über die Gasversorgung offen, auch mit Deutschland, sagte Moskwa. Es müsse aber um freiwillige Lösungen gehen. Die Ministerin betonte nach Angaben der Agentur PAP, dass die Gasspeicher in Polen «bereits jetzt voll sind».

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche vorgeschlagen, dass die Mitgliedsstaaten sich ein Sparziel von 15 Prozent vornehmen. Im Fall eines echten Gasnotstandes soll aber eine Drosselung des Konsums angeordnet werden können. Hintergrund des Energiemangels ist der russische Krieg gegen die Ukraine. Die EU-Energieminister wollen am Dienstag in Brüssel über den Vorschlag der Kommission beraten.

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