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    Pilotenstreik bei Lufthansa noch im Sommer möglich

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    Deutschland,

    Die Lufthansa-Piloten könnten noch im Sommer streiken – mitten in der Ferienzeit. Eine entsprechende Urabstimmung wurde beschlossen.

    Ein Pilotenstreik bei Lufthansa ist noch im Sommer möglich. Der Vorstand der Gewerkschaft «Vereinigung Cockpit» hat die entsprechende Urabstimmung beschlossen.
    Ein Pilotenstreik bei Lufthansa ist noch im Sommer möglich. Der Vorstand der Gewerkschaft «Vereinigung Cockpit» hat die entsprechende Urabstimmung beschlossen. - Arne Dedert/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Piloten der Lufthansa könnten im Sommer in den Streik treten.
    • Genaue Termine für die Urabstimmung sind jedoch nicht bekannt.
    • 70 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder müssten für unbefristete Streiks zustimmen.

    Bei der Lufthansa ist ein Streik der Piloten noch im Sommer möglich. Der Vorstand der Gewerkschaft «Vereinigung Cockpit» hat zur Vorbereitung eines Arbeitskampfes die entsprechende Urabstimmung beschlossen, wie ein Sprecher am Donnerstag in Frankfurt bestätigte.

    Genaue Termine für die Abstimmung oder Fristen nannte die Gewerkschaft aber nicht. Über diese werde noch entschieden.

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    Ein 48-jähriger US-Pilot ist in der Hauptstadt des westafrikanischen Niger verschleppt worden. (Symbolbild) - dpa

    Bei einer Zustimmung von 70 Prozent der stimmberechtigten Gewerkschaftsmitglieder wären demnach unbefristete Streiks möglich, wenn zuvor die noch laufenden Verhandlungen für gescheitert erklärt würden.

    Insidern zufolge könnte die Gewerkschaft bereits ab Mitte August und damit noch in der Ferienzeit streikbereit sein. Auch der September war in den Vorjahren meist ein besonders verkehrsreicher Monat, so dass ein Streik das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt empfindlich treffen würde.

    VC verlangt 5 Prozent mehr Lohn

    Lufthansa wie VC hatten am Mittwoch aber ihre weitere Verhandlungsbereitschaft erklärt. Grund für die Streikvorbereitungen der VC sind die nach sechs Gesprächsrunden festgefahrenen Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag, wie aus einem internen Rundschreiben hervorgeht.

    Dem Schreiben zufolge hat Lufthansa bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die VC verlangt nach eigenen Angaben unter anderem Gehaltssteigerungen von 5 Prozent im laufenden Jahr und einen automatisierten Inflationsausgleich ab dem kommenden Jahr. Sie hatte den vorherigen Tarifvertrag zum 30. Juni gekündigt.

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    Eine Maschine der Lufthansa beim Start auf einer Flugbahn. - keystone

    Im Hintergrund schwelt zudem ein Konflikt über die künftige Konzernstrategie. Die VC hatte sich in der Vergangenheit die exakte Zahl von 325 Flugzeugen garantieren lassen, die ausschliesslich von den rund 5000 Kapitänen und Ersten Offizieren geflogen werden dürfen, die dem Konzerntarifvertrag unterliegen.

    Die Lufthansa hatte unter dem Eindruck der Corona-Krise die entsprechende Vereinbarung aufgekündigt und begonnen, unter dem Kranich-Logo einen neuen Flugbetrieb (AOC) mit niedrigeren Tarifbedingungen aufzubauen. Die neue Airline soll im Europa-Verkehr wesentliche Aufgaben der bisherigen Kerngesellschaft übernehmen.

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