Phishing beim Online-Banking – So schützt ihr euch

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    Phishing trifft Nutzer per Mail, SMS und gefälschter Webseite. Diese Warnsignale helfen, Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.

    Phishing
    Phishing beim Online-Banking kann zu finanziellen Schäden führen, wenn Betrüger an Zugangsdaten gelangen. (Symbolbild) - depositphotos

    Phishing ist eine verbreitete Betrugsmasche, bei der Kriminelle an sensible Zugangsdaten gelangen wollen. Laut dem «SWR» haben bereits zwei Drittel aller E-Mail-Nutzer Phishing-Mails erhalten.

    Häufig setzen die Täter dabei auf unerwartete Nachrichten und starken Zeitdruck. Betroffene sollen etwa sofort handeln, um angeblich weiterhin auf ihr Geld zugreifen zu können.

    Auch eine aktuelle PayPal-Masche arbeitet mit einer solchen Drohung. Dem «WDR» zufolge verlangt eine Betrugsmail eine Kontobestätigung und droht mit Löschung binnen 24 Stunden.

    Gefälschte Webseiten schaffen zusätzliches Vertrauen

    Weitere Hinweise können eine unpersönliche Anrede, eine unseriöse Absenderadresse oder verdächtige Links sein. Die Verbraucherzentrale nennt diese Merkmale als Anzeichen für eine gefälschte PayPal-Nachricht.

    Eine besonders raffinierte Variante wurde aktuell im Zusammenhang mit Sunrise bekannt. Laut «SwissCybersecurity.net» führt eine angebliche Rechnung zu einer gefälschten Sunrise-Webseite, die Zugangsdaten abfragt.

    Wurdest du schon Opfer von Phishing?

    Auf der nachgebauten Webseite warnen die Betrüger gleichzeitig vor Phishing und verdächtigen Links. Die Kantonspolizei Zürich sieht darin einen Versuch, bei den Betroffenen Vertrauen zu schaffen.

    Diese vier Punkte helfen gegen Phishing

    Zum Schutz vor Phishing-Mails empfiehlt der «SWR» die sogenannte SLAM-Methode. Dabei stehen Sender, Links, Anhänge und Nachrichtentext im Mittelpunkt der Prüfung.

    Links aus verdächtigen Nachrichten sollten nicht angeklickt werden. Stattdessen empfiehlt der Finanzexperte, die Internetadresse selbst im Browser einzugeben.

    Unerwartete Anhänge sollten ebenfalls nicht geöffnet werden. Beim Nachrichtentext können Ausdruck und Tonfall Hinweise liefern, ob die Kommunikation tatsächlich zum angeblichen Absender passt.

    Phishing per SMS und WhatsApp erkennen

    Phishing-Versuche erfolgen zudem über SMS und Whatsapp. Laut dem «SWR» sollten Empfänger auch dann vorsichtig sein, wenn sie zum Anruf einer angegebenen Telefonnummer aufgefordert werden.

    Wer bereits Zugangsdaten eingegeben hat, sollte schnell reagieren. «SwissCybersecurity.net» empfiehlt, betroffene Passwörter sowie identische Zugangsdaten bei weiteren Konten umgehend zu ändern.

    Phishing
    Phishing kommt nicht nur per E-Mail, sondern auch über SMS, Whatsapp-Nachrichten und gefälschte Webseiten. (Symbolbild) - depositphotos

    Betroffene sollten ausserdem den jeweiligen Anbieter kontaktieren und verdächtige Aktivitäten kontrollieren. Bei der aktuellen Sunrise-Masche empfiehlt die Kantonspolizei zudem, wenn möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.

    So reagieren Betroffene nach einem Kontobetrug

    Beim Online-Banking sollten Nutzer besonders darauf achten, über welchen Weg sie auf ihr Konto zugreifen. Von Bankgeschäften in öffentlichen WLAN-Netzen rät der «SWR» ab, da die Gefahr besteht, ausspioniert zu werden.

    Wer einen Betrug bemerkt, sollte zunächst klären, wie das Geld vom Konto abgeflossen ist. Bei einer Lastschrift besteht grundsätzlich die Möglichkeit, diese innerhalb von acht Wochen über die Bank zurückholen zu lassen.

    Bei einer nicht autorisierten Kreditkartenabbuchung kann unter Umständen ein Chargeback-Verfahren greifen. Schwieriger gestaltet sich die Rückholung bei Überweisungen, weshalb Betroffene ihre Bank möglichst umgehend über den Vorfall informieren sollten.

    Kommentare

    User #4638 (nicht angemeldet)

    Mein Code ist: 67 😉

    User #4228 (nicht angemeldet)

    Ich wurde mal Opfer von Phishing. Das war bei einer Volks-Abstimmung, ich stimmte für etwas ung gab meine Unterschrift, dass angenommen wurde, aber der Bundesrat weigert sich bis heute es umzusetzen.

    Weiterlesen

    Kanton Appenzell Innerrhoden
    Kanton Appenzell Innerrhoden
    Phishing
    Cybergefahr
    migros kreditkarten Phishing
    6 Interaktionen
    Phishing

    MEHR IN NEWS

    nobelpreis
    Kanadische Autorin
    Sempach LU
    Sempach LU
    Novartis
    Marktentwicklung
    Zürich
    Zürich

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Eralp
    8 Interaktionen
    Berlin
    CDU Radtke AfD
    7 Interaktionen
    Stimmen-Rätsel
    Hund
    2 Interaktionen
    Oberding
    Deutsche Exporte
    2 Interaktionen
    Wiesbaden