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Peta fordert nach Tiger-Ausbruch Konsequenzen

Keystone-SDA
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Bern,

Nach dem Tiger-Ausbruch bei Leipzig fordert die Tierrechtsorganisation Peta strengere Regeln für die Haltung gefährlicher Wildtiere.

Tiger Polizei
In Leipzig ist am Sonntag ein Tiger ausgebrochen – die Polizei stand im Einsatz. - keystone

Nach dem Vorfall mit dem ausgebrochenen Tiger bei Leipzig hat die Tierrechtsorganisation Peta strengere Regeln für die Haltung gefährlicher Wildtiere gefordert. «Im Prinzip muss die Bundesregierung jetzt endlich handeln», sagte Peter Höfgen, Peta-Fachreferent für Wildtiere, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Vorfall zeige erneut, dass die Haltung gefährlicher Wildtiere in Privathand oder in mobilen Betrieben nicht ausreichend sicher sei. In mehreren Bundesländern sei die private Haltung von Tigern oder Löwen weiterhin erlaubt. Aus Sicht von Peta müsse die Gesetzgebung deshalb verschärft werden.

Am Sonntag war in Schkeuditz bei Leipzig ein Tiger aus einer privaten Anlage entkommen. Ein 73-Jähriger wurde schwer verletzt. Die Polizei erschoss das Tier später im Bereich einer Gartenanlage. Für die Bevölkerung bestand laut Polizei keine Gefahr mehr. Weitere Tiere seien nicht entkommen.

Im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig hält eine Tiger-Dompteurin in einem Gewerbegebiet Grosskatzen. Dort sollen noch acht Tiger leben. Die Dompteurin reagierte zunächst nicht auf eine dpa-Anfrage. «Es hätte schon längst eine Beschlagnahmung der Tiere erfolgen müssen», sagte Höfgen.

Peta habe das Veterinäramt Nordsachsen seit 2019 wiederholt auf aus Sicht der Organisation mangelhafte Haltungsbedingungen hingewiesen. Höfgen sprach von zu kleinen und unsicheren Gehegen sowie Verstössen gegen den Tierschutz. Nach Angaben der Organisation gibt es seit längerer Zeit das Angebot einer Auffangstation, die Tiere aufzunehmen.

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Kommentare

User #4530 (nicht angemeldet)

Wildtiere sollten "grundsätzlich" nicht privat gehalten werden. Schlimm genug, dass viele Arten in Zoos und Auffangstationen leben müssen, weil der Mensch ihnen den natürlichen Lebensraum genommen hat. Ganze Tier- und Pflanzenarten sterben unwiederbringlich aus.

User #4410 (nicht angemeldet)

Solche Geschehnisse sind immer menschgemacht und am Schluss der Leidtragende das Tier. Wann kapieren wir endlich, dass wir auch nur ein Teil vom Ganzen sind?

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