Der Vorsitzende der rechtspopulistischen deutschen AfD, Tino Chrupalla, will seine Partei in den kommenden zwei Jahren auf einen «freiheitlich-sozialen» Kurs führen.
Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla. Foto: Hendrik Schmidt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In seiner Rede zur Eröffnung des 13.

Bundesparteitages im sächsischen Riesa sagte er am Freitag, er sehe zwischen «freiheitlich» und «sozial» keinen Widerspruch. Wichtigster Tagesordnungspunkt der dreitägigen Veranstaltung ist die Wahl der neuen Parteispitze. Chrupalla, der gemeinsam mit Alice Weidel die Bundestagsfraktion der AfD leitet, tritt wieder an.

Die AfD - Alternative für Deutschland - ist die erfolgreichste Parteigründung in Deutschland der vergangenen Jahrzehnte. Doch manches deutet darauf hin, dass sie nach einem schnellen Aufstieg ihren Zenit überschritten hat. Gegründet wurde die Partei im Frühjahr 2013 von Kritikern der Euro-Rettungspolitik. Sie zog ins Europaparlament, 2017 in den Bundestag und in sämtliche 16 deutsche Landesparlamente ein. Doch sowohl bei der Bundestagswahl vom September 2021 als auch bei den drei Landtagswahlen, die seitdem stattfanden, büsste sie Stimmen ein. Im norddeutschen Land Schleswig-Holstein flog sie im Mai sogar aus dem Landesparlament.

An die Adresse der Delegierten sagte Chrupalla, es müsse ein neuer Bundesvorstand gewählt werden, der «kollegial und konstruktiv, vertrauens- und rücksichtsvoll» zusammenarbeite. Es gehe jetzt darum, «die destruktive Stimmung der vergangenen Zeit hinter uns lassen». Ein Grund für die teilweise schlechte Stimmung in der Partei waren die Ergebnisse der letzten drei Landtagswahlen. Gewählt worden war im im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen.

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