Erstmals sagten Opfer und Angehörige in den Prozessen zu den Pariser Anschlägen aus. Die Urteile werden im Mai 2022 erwartet.
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Der Pariser Konzertsaal Bataclan, einer der Ziele der Pariser Anschläge von 2015. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Angehörige und Opfer haben im Prozess der Pariser Anschläge erstmals ausgesagt.
  • Im Mai 2022 werden die Urteile erwartet.

Im Prozess zu den Pariser Anschlägen vom November 2015 haben am Dienstag erstmals Opfer und Angehörige ausgesagt. «Ich hoffe, ich werde nicht weinen», sagte Bilal Bley Mokono kurz vor Beginn der Gerichtsverhandlung dem französischen Sender LCI. Er war bei dem Anschlag am Fussballstadion verletzt worden und sitzt deshalb im Rollstuhl.

300 Betroffene sagen aus

Bei den islamistischen Anschlägen an einem Fussballstadion, auf Strassencafés und im Konzertsaal Bataclan waren 130 Menschen getötet worden. 350 wurden verletzt. Etwa 300 Betroffene sollen in den kommenden fünf Wochen ihre Erlebnisse schildern, im Schnitt etwa 15 am Tag. Für viele von ihnen werden dies vermutlich schwere und schmerzhafte Minuten werden.

«Eine Bombe, die direkt vor einem explodiert, das verändert einen komplett», sagte Noureddine. Er ist Vater einer jungen Frau, die sich in einem der Strassencafés befand, als die Angreifer in die Menge feuerten.

Opfer erhoffen sich Befreiung

Manche der Opfer, die vor Gericht aussagen, erhoffen sich eine Erleichterung. «Ich tue das für mich. Ich glaube, dass es mir danach besser geht», sagte Carole Damiani.

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Eine Gerichtszeichnung des Hauptangeklagten Salah Abdeslam. - AFP/Archiv

In dem Prozess müssen sich 20 mutmassliche Attentäter und Helfer verantworten. Hauptangeklagter ist das einzige noch lebende Mitglied der Kommandos, der 32 Jahre alte Franko-Marokkaner Salah Abdeslam. Urteile werden im Mai 2022 erwartet.

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