Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene im Vatikan

Keystone-SDA
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Italien,

Papst Leo XIV. hat erstmals Vertreter der internationalen Missbrauchsopfer-Organisation ECA empfangen – ein Treffen von historischer Bedeutung.

Vatican Sex Abuse
Mitglieder der internationalen Opfer- und Aktivistenorganisation Ending Clergy Abuse informieren in Rom über ihr Treffen mit Papst Leo XIV. im Vatikan. - keystone

Papst Leo XIV. hat sich erstmals in seiner Rolle als katholisches Kirchenoberhaupt mit Vertretern einer Organisation von Missbrauchsopfern getroffen.

Der Pontifex empfing die internationale Betroffeneninitiative Ending Clergy Abuse (ECA) im Vatikan, wie der Heilige Stuhl mitteilte. Die Organisation nannte die Begegnung historisch.

«Überlebende haben lange nach einem Platz am Tisch verlangt. Heute fühlten wir uns gehört», hiess es in einer Mitteilung.

Ein Schritt zur Prävention und Gerechtigkeit

Seit Jahrzehnten wird die katholische Kirche von Missbrauchsskandalen erschüttert. Leo – der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri – hatte zu Beginn seines Pontifikats bereits von seiner Kirche eine «Kultur der Prävention» gefordert, die keine Form von Missbrauch zulasse.

Kürzlich ernannte er auch einen neuen Leiter der Päpstlichen Kommission gegen sexuellen Missbrauch durch Geistliche. Diese hatte sein Vorgänger Franziskus 2014 eingerichtet.

Der ECA-Vorsitzende Gemma Hickey bezeichnete das Treffen mit Leo als «zutiefst bedeutungsvolles Gespräch». Es spiegele ein «gemeinsames Bekenntnis zu Gerechtigkeit, Heilung und echtem Wandel wider», so Hickey.

Ein gemeinsames Bekenntnis zu Gerechtigkeit

Leo selbst habe die Vertreter nach einem Brief der Organisation eingeladen. Man hoffe nun, gemeinsam mit dem Papst nach Wegen zu suchen, wie Kinder und schutzbedürftige Erwachsene weltweit besser geschützt werden können.

Die katholische Kirche trage eine moralische Verantwortung, Überlebende von Missbrauch zu unterstützen und künftiges Leid zu verhindern. Die Betroffenen sind daher nach eigenen Angaben davon überzeugt, dass eine Zusammenarbeit zur Prävention von Missbrauch in der Kirche möglich und auch notwendig ist.

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