Busse zu tief? Tourist springt in Trevi-Brunnen – Italiener empört
Ein 30-jähriger Neuseeländer ist voll bekleidet in den Trevi-Brunnen gesprungen. Solche Vorfälle sorgen in Italien seit Längerem immer wieder für Aufsehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Video zeigt, wie ein 30-jähriger Neuseeländer in den Trevi-Brunnen springt.
- In den sozialen Medien fordern Italiener härtere Strafen für Touristen.
- Die Debatte über den richtigen Umgang mit dem Massentourismus ist aktueller denn je.
Ein 30-jähriger Neuseeländer hat in Rom für Aufsehen gesorgt. Er sprang vollständig bekleidet in den berühmten Trevi-Brunnen. Die Szene wurde von zahlreichen Passanten beobachtet, wie die «Daily Mail» berichtet.
Der Mann trieb kurz im Wasser, bevor er aufstand und im Brunnen umherlief. Die römische Polizei forderte ihn mehrfach auf, das Wasser zu verlassen, doch er ignorierte die Aufforderungen.
Schliesslich wurde er von der Polizei aus dem Brunnen geholt und in Gewahrsam genommen. Später wurde er mit einer Geldstrafe von 500 Euro (rund 460 Franken) bestraft. Viele Italienerinnen und Italiener halten diese Strafe für zu milde.
Italiens Bevölkerung fordert härtere Strafen
In den sozialen Medien zeigt sich deutlicher Widerstand gegen das Verhalten des Touristen. Ein Nutzer schrieb: «500 Euro sind Kleingeld. Wenn es 5000 wären, würden sie eine Weile darüber nachdenken.»
Ein anderer Nutzer forderte noch schärfere Konsequenzen: «Sofortige Festnahme und Freilassung gegen Kaution. Wenn du nicht zahlst, solltest du nicht rauskommen.» Die Reaktionen zeigen, wie gross die Frustration in der Bevölkerung über solche Vorfälle ist.
Der Trevi-Brunnen ist seit Langem ein Ort, an dem Touristen immer wieder durch ihr Verhalten für Aufsehen sorgen. Behörden und Anwohner gehen regelmässig gegen solche Störungen vor. Das Betreten des Wassers ist ausdrücklich verboten.
Zeuge filmte ähnlichen Vorfall im vergangenen Jahr
Bereits im Juli des vergangenen Jahres ereignete sich am selben Ort ein ähnlicher Vorfall. Ein Tourist sprang damals ebenfalls trotz klarer Verbote in den 264 Jahre alten Brunnen. Hunderte Besucher sahen zu.
Nau.ch hat bereits über Fälle berichtet, in denen Touristen durch ihr Verhalten historische Stätten beschädigt oder gefährdet haben. Auch ein Schweizer wagte bereits den Sprung in den berühmten Brunnen. Er wurde mit einer Busse von 550 Euro (rund 500 Franken) bestraft und erhielt ein Platzverbot.
Seit Februar 2026 muss man Eintritt zahlen, um zum Trevi-Brunnen zu gelangen. Die Debatte über den richtigen Umgang mit Massentourismus und den Schutz von Kulturgütern gewinnt international an Fahrt.



















