Österreichs Haushaltsdefizit schrumpft stärker als erwartet
In Österreich läuft es wirtschaftlich gut. Die Haushaltseinnahmen übertrafen die Prognosen um Weiten.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Wirtschaftslage in Österreich war 2018 besser als prognostiziert.
- Die Schulden sollen dieses Jahr um 3,3 Prozentpunkte sinken.
Österreichs Haushaltsdefizit hat sich im vergangenen Jahr dank der guten Wirtschaftslage und höherer Steuereinnahmen stärker reduziert als erwartet. Das Gesamtdefizit beläuft sich auf 0,15 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Das Land hat damit besser abgeschnitten als im Haushaltsplan für 2018 mit 0,41 Prozent vorgesehen. Im vergangenen Jahr lagen die Einnahmen um 501,6 Millionen Euro höher als ursprünglich prognostiziert, wie das Finanzministerium am Donnerstag mitteilte.
Schulden sinken
Dagegen waren die Ausgaben um 554,2 Millionen Euro niedriger. Der Schuldenstand sank auf 74,2 Prozent. Im laufenden Jahr soll die Quote auf 70,9 Prozent sinken.
Österreichs Finanzminister Hartwig Löger sagte, dass es 2018 gelungen sei einen «Schlussstrich unter die Schuldenpolitik der vergangenen Jahrzehnte zu ziehen». Im laufenden Jahr erwartet er erstmals seit 65 Jahren einen Budgetüberschuss. Konkret werde mit einem Plus von 730 Millionen Euro gerechnet, teilte das Ministerium mit.
Zwei Prozent für 2019
Experten hatten aufgrund der guten Wirtschaftslage bereits für 2018 einen ausgeglichen Haushalt für möglich gehalten. Österreichs Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent. Für 2019 werden rund zwei Prozent erwartet.
Das strukturelle Defizit, das bestimmte Einmaleffekte und Konjunktureffekte herausrechnet, habe sich 2018 auf 0,28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) belaufen. Österreich liegt hier innerhalb der EU-Grenze von rund 0,5 Prozent.












