Krieg

    Orban: Ukraine soll nach Krieg als «Pufferstaat» bestehen

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Viktor Orban fordert, dass die Ukraine nach dem Krieg als «Pufferstaat» zwischen Russland und Nato weiter besteht. Gebietsabtretungen seien unausweichlich.

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    Die Anlehnung von Viktor Orban an das Russland von Wladimir Putin wurde nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 noch deutlicher. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viktor Orban sieht die Ukraine als möglichen Pufferstaat nach dem Krieg.
    • Die Nato und Russland müssten über die Grösse der ukrainischen Armee verhandeln.
    • Die Zeit spiele Russland in die Karten.

    Die Ukraine sollte aus Sicht des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban nach einem Ende des Krieges allenfalls als «Pufferstaat» zwischen Russland und der Nato weiter existieren.

    «Die einzige mögliche dauerhafte Lösung besteht darin, dass die Nachkriegsordnung auf dem grundlegenden Prinzip aufbaut, dass die Ukraine wieder zu dem Pufferstaat wird, der sie einst war», sagte er der «Welt am Sonntag».

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    Viktor Orban wirbt für einen Frieden – jedoch stark nach russischem Gusto. - keystone

    Auch Gebietsabtretungen der von Russland angegriffenen Ukraine hält er für unumgänglich. «Russland behält jenes Territorium, das auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt wird, und alles westlich dieser Linie – bis zur östlichen Nato-Grenze – bildet das Territorium des ukrainischen Staates, der erneut als Pufferstaat existieren würde», sagte er weiter.

    Nato und Russland würden sich nach seinen Vorstellungen überdies einigen «auf Umfang und Ausstattung der begrenzten ukrainischen Streitkräfte, die in der Pufferzone operieren dürfen».

    Orban traf Putin am Freitag

    Orban hatte am Freitag in Moskau bei einem umstrittenen Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin für ein baldiges Ende des Ukrainekrieges geworben. Zugleich machte er deutlich, dass er auf günstige und weiterhin stabile Öl- und Gaslieferungen hoffe.

    Orban führte in der «WamS» aus, es sei an der Zeit, Illusionen aufzugeben und der Realität ins Auge zu sehen, wie sie im US-amerikanischen 28-Punkte-Friedensplan dargestellt sei. «Erstens: Die Zeit spielt Russland in die Hände, nicht der Ukraine. Das bedeutet, je länger der Frieden hinausgezögert wird, desto mehr Menschen und Territorien wird die Ukraine verlieren.»

    Orban fordert Aufhebung der Sanktionen

    Zweitens werde Russland gemäss den amerikanischen Vorgaben wieder in die Weltwirtschaft integriert, sagte er. «Die Sanktionen werden schrittweise aufgehoben, eingefrorene Vermögenswerte werden für die Schaffung amerikanisch-russischer Investmentfonds genutzt, und die Geschäfte werden wieder aufgenommen.»

    Als dritten Punkt fügte er an: «Das Märchen, dass die Europäer den Krieg mit Geld aus Russland finanzieren würden, ist vorbei. Wir müssen unseren Bürgern eingestehen, dass jeder Euro, den wir bisher ausgegeben haben — und jeder Euro, den wir künftig für die Unterstützung der Ukraine ausgeben — vollständig, zu 100 Prozent, von den Menschen in Europa bezahlt wird.»

    Kommentare

    User #7620 (nicht angemeldet)

    Platzt Orban das Jacket?

    User #5902 (nicht angemeldet)

    Die Trolle sind wieder hier

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