Krieg

    Orbán: Russlands Angriff auf Ukraine kein Krieg

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    Ungarn,

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán stellt den Kriegscharakter des russischen Angriffs auf die Ukraine infrage.

    Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, gibt Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, die Hand während einer gemeinsamen Pressekonferenz nach ihrem Treffen im Kreml.
    Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, gibt Viktor Orbán, Ministerpräsident von Ungarn, die Hand während einer gemeinsamen Pressekonferenz nach ihrem Treffen im Kreml. (Archivbild) - dpa

    Viktor Orbán, der Ministerpräsident von Ungarn, äussert Zweifel am kriegerischen Charakter des russischen Angriffs auf die Ukraine. «Das ist eine Operation, solange es keine Kriegserklärung zwischen den zwei Ländern gibt», sagte der rechtspopulistische Politiker am Donnerstag bei seiner Jahrespressekonferenz in Budapest. Damit reagierte er auf die Frage, weshalb er im Gespräch mit Putin zuletzt den Begriff «Krieg» vermieden habe.

    Zwar würden manche Menschen die Vorgänge als «Krieg» bezeichnen. «Wir Ungarn schreiben aber niemandem vor, mit welchen Worten er darüber zu reden hat», betonte Orbán. «Wir sind froh, dass es kein Krieg ist.» Über die Ukraine sagte er hingegen, diese befinde sich im Krieg.

    Orbán, der seit langem gute Beziehungen zu Putin pflegt, hatte den Kremlchef im Oktober in Peking getroffen.

    Kontroverser Streit um EU-Fördermittel

    Zum Streit mit Brüssel über die weiterhin wegen Rechtsstaatsbedenken für Ungarn eingefrorenen 21 Milliarden Euro an EU-Fördermitteln äusserte sich Orbán zweideutig. Einerseits wies er den Vorwurf zurück, dass er dieses Thema mit den Plänen der EU für weitere Ukraine-Hilfen in Höhe von 50 Milliarden Euro verknüpfen wolle.

    Andererseits betonte er, dass er strikt dagegen sei, diese Summe in den Siebenjahreshaushalt der EU einzubauen. Denn so bestehe die Gefahr, dass nichts mehr übrig bleibe für die Auszahlung der derzeit gesperrten Summen für Ungarn, behauptete Orbán.

    Grundsätzlich aber sei er dafür, dass die Ukraine finanziell unterstützt werde, denn auch Budapest sei an der Existenz der Ukraine als Pufferstaat zwischen Ungarn und Russland interessiert.

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