3 Stunden – dann droht der Velo-Abschleppdienst
Schock für Velofahrer: Vor der Rossmann-Filiale im Berner Brunnmatt gibt’s «Kurzzeitfahrradparkplätze» – nach drei Stunden droht die Abschleppung!

Das Wichtigste in Kürze
- Vor der Rossmann-Filiale im Berner Brunnmattquartier gelten strenge Parkregeln für Velofahrer.
- Die maximale Parkdauer beträgt drei Stunden – sonst droht das Abschleppen!
- Wer sein Velo danach zurück will, muss eine Gebühr bezahlen.
Achtung Abschleppgefahr!
Was bisher vor allem Autofahrern den Angstschweiss auf die Stirn trieb, trifft nun auch die Velofahrer: Bei der neuen Rossmann-Filiale im Berner Brunnmattquartier gelten für sie nämlich strenge Regeln.
Maximal drei Stunden – sonst droht bei der deutschen Drogeriemarktkette das Abschleppen. Und bei der Rückgabe wird der Velobesitzer zur Kasse gebeten.
Zum Glück sind es nur zwei Etagen.
Wer sich nämlich in der neuen Rossmann-Filiale im Berner Brunnmattquartier zu viel Zeit lässt, hat Pech gehabt. Zumindest als Velofahrer.
«Kurzzeit-Fahrradparkplatz»
Auf jedem Parkplatz wird ausdrücklich darauf hingewiesen: Es handelt sich lediglich um einen «Kurzzeit-Fahrradparkplatz für Kunden».
Und das bedeutet konkret: Maximal drei Stunden darf das Velo hier stehen. Wer länger bleibt, dem droht, ohne Velo nach Hause gehen zu müssen.

Auf jedem Parkplatz steht deshalb unmissverständlich: «Bei Verstössen gegen diese Regelung ist der Hausdienst berechtigt, das Fahrrad zu entfernen.»
«Rückgabe gegen Gebühr»
Und es kommt noch dicker: Einfach so gibt es das Velo danach nämlich nicht zurück. «Eine Rückgabe erfolgt gegen eine Gebühr», heisst es auf dem Hinweisschild.
Auf Anfrage erklärt Raphael Bühler von Pensionskasse «PAT BVG», der die Immobilie gehört, den Grund für die strenge Regelung. Offenbar wurden die Veloparkplätze immer wieder stundenlang besetzt: «Mit der zeitlichen Begrenzung soll ein ganztägiges Abstellen von Velos verhindert werden.»
Für die Einhaltung der Regeln und die Kontrolle sei das Facility Management zuständig. «Für allfällig abgeschleppte Velos besteht ein Abstellraum», so Bühler.
Doch der Mediensprecher kann beruhigen: So weit ist es offenbar noch nicht gekommen. «Bisher haben wir keine Kenntnis über solche Vorkommnisse.»
Bei der Höhe der Gebühr will man derweil nicht so recht mit der Sprache herausrücken. Bühler sagt lediglich: «Es handelt sich um eine kleine Handlinggebühr, welche die Unkosten deckt.»











