Opposition

    Opposition kritisiert Johnsons Corona-Politik: «Johnson-Variante»

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Grossbritannien,

    Nach der Ankündigung der Aufhebung aller Corona-Massnahmen in England hat die britische Opposition die Krisenpolitik von Premierminister Boris Johnson scharf kritisiert.

    Boris Johnson
    Der britische Premierminister Boris Johnson nimmt an den «Prime Minister's Questions» im House of Commons teil. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Keir Starmer machte Johnson persönlich für den Anstieg der Neuinfektionen verantwortlich.
    • Die Delta-Variante hat sich in Grossbritannien breit gemacht.

    Der Chef der Labour-Partei, Keir Starmer, machte Boris Johnson persönlich für den Anstieg der Neuinfektionen verantwortlich. «Machen wir uns klar, warum die Infektionsraten so hoch sind: Weil der Premierminister die Delta-Variante – wir können sie auch Johnson-Variante nennen – ins Land gelassen hat», sagte Starmer.

    Die Opposition wirft Johnson vor, dass die Regierung Indien erst nach Wochen auf eine «rote Liste» von Risikogebieten gesetzt hat. Dies, weil er einen geplanten Indien-Besuch nicht habe absagen wollen. Boris Johnson weist das zurück.

    Kai Starmer
    Labour-Chef Keir Starmer - AFP

    Die Delta-Variante ist mittlerweile für fast alle Neuinfektionen im Vereinigten Königreich verantwortlich. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Menschen binnen einer Woche, stieg zuletzt auf etwa 245. In der Schweiz liegt der Wert bei rund 12.

    Regierung rechnet mit Hunderttausend Ansteckungen pro Tag

    Starmer kritisierte Johnsons Öffnungspolitik erneut als «leichtsinnig». Die Regierung schätzt, dass sich nach der Aufhebung aller Corona-Regeln bis zu 100'000 Menschen täglich mit dem Virus infizieren könnten. Wegen des Erfolgs der Impfkampagne rechnet die Regierung aber nicht mit einem massiven Anstieg der Todesfälle.

    «Der Premierminister kann nicht die praktischen Probleme beiseite wischen, die 100'000 Infektionen täglich mit sich bringen», sagte Starmer. Er warnte vor einem «chaotischen Sommer», den Hunderttausende wegen Selbstisolation verpassen würden. Zudem forderte er, dass «grundlegende Schutzmassnahmen» in Kraft bleiben müssten. Dazu gehörten eine Maskenpflicht im Nahverkehr, eine gute Nachverfolgung und Ausfallzahlungen für positiv Getestete in Selbstisolation.

    Johnson hatte am Montag angekündigt, dass vom 19. Juli an in England alle Corona-Massnahmen aufgehoben werden sollen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Boris Johnson Coronavirus
    39 Interaktionen
    Johnson bestätigt
    Boris Johnson
    32 Interaktionen
    Steigende Infektionen
    Boris Johnson
    33 Interaktionen
    Maske fällt weg
    Flusskreuzfahrten
    3 Interaktionen
    Ab aufs Schiff

    MEHR IN NEWS

    airbus a350
    Neue Sitze
    dfg
    42 Interaktionen
    Metzg in Köniz BE
    flugzeug
    Magdeburg (D)

    MEHR OPPOSITION

    netanjahu
    3 Interaktionen
    Tel Aviv
    a<f
    5 Interaktionen
    Tel Aviv
    11 Interaktionen
    Tel Aviv

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Katy Perry Russell Brand
    Vergewaltiger
    3 Interaktionen
    London