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    Opposition in Belarus ruft zu Generalstreik auf

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    Weissrussland,

    Die Demokratiebewegung in Belarus hat im ganzen Land zu einem Generalstreik gegen Machthaber Alexander Lukaschenko aufgerufen.

    Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja
    Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Sonntag ist es in Belarus erneut zu Massenprotesten gekommen.
    • Nun ruft Oppositionschefin Tichanowskaja zum Generalstreik auf.
    • So will sie den Druck auf Machthaber Lukaschenko erhöhen.

    Mit einem Generalstreik will die Demokratiebewegung in Belarus nach neuen grossen Massenprotesten am Sonntag nun den Druck auf Machthaber Lukaschenko weiter erhöhen. Die Bürgerrechtlerin Tichanowskaja geht aufs Ganze. Wird sie Erfolg haben?

    Lukaschenkos Gegnerin Swetlana Tichanowskaja forderte die Menschen auf, an die Zukunft ihrer Kinder zu denken und für ein Leben in Freiheit zu kämpfen. Die 38-Jährige betonte, dass sie verstehe, wenn Menschen um ihre Arbeit fürchteten.

    lukaschenko
    Der Staatschef von Belarus: Aleksander Lukaschenko. - dpa

    Wer Angst vor Kündigung habe, solle einfach zuhause bleiben, sich krankmelden oder einen sonstigen Vorwand finden, sagte sie. Der Kampf gegen Lukaschenko brauche Kraft, Kreativität und Ausdauer. Es müssten sich viele an dem Arbeitsausstand beteiligen, um Lukaschenkos Staatsmaschinerie zum Stillstand zu bringen, sagte sie.

    Mehrere Verletzte bei Protesten

    Die Streikbereitschaft dürfte sich durch die neuen Gewaltexzesse der Uniformierten gegen Demonstranten am Sonntag in Minsk noch einmal deutlich verstärken.

    Es gab mehr als 200 Festnahmen und mehrere Verletzte, als Truppen des Innenministeriums Leucht-, Nebel- und Lärmgranaten einsetzten. In einem Stadtteil von Minsk waren schwere Detonationen zu hören, wie ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur sagte.

    Belarus
    Demonstranten bei einem Protest der belarussischen Opposition in Minsk. - dpa

    «Das Regime hat den Menschen in Belarus noch einmal gezeigt, dass Gewalt das einzige ist, wozu es in der Lage ist», sagte Tichanowskaja. Es zeuge nicht von Stärke, wenn solche Granaten in die Menschenmenge geworfen und unter einer Geburtsklinik gezündet würden, sagte sie in ihrem Exil in der EU. Sie werde dafür kämpfen, dass in dem Land die Gesetzlosigkeit ende. «Und dabei hilft uns unsere wichtigste friedliche Waffe: die Solidarität.»

    Betriebe beteiligen sich an Streik

    Die Opposition bereitet den Arbeitsausstand schon seit Tagen vor – und hat etwa auch einen Hilfsfonds für Bedürftige eingerichtet. Mehrere Betriebe wollen sich an dem Streik beteiligen.

    Die Staatsmedien belächelten Tichanowskaja, die aus ihrem Exil in der EU zum Generalstreik aufrief. Experten wie der Minsker Analyst Artjom Schraibman betonte aber, dass das Ergebnis gar nicht so wichtig sei – entscheidend sei es, in der politischen Krise die Initiative zu ergreifen. Und da sei Lukaschenko in der Defensive.

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