Opferzahl nach verheerendem Bootsunglück in Süditalien steigt auf 86

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Nach dem verheerenden Bootsunglück in Süditalien ist die Zahl der Todesopfer auf 86 gestiegen. Unter den Opfern waren 35 Kinder und Jugendliche.

    Mittelmeer
    Immer wieder sinken überfüllte oder nicht seetüchtige Boote mit Flüchtlingen im Mittelmeer. (Archivbild eines anderen gekenterten Bootes vor der Küste von Tunesien) - sda - KEYSTONE/AP/LINDSAY MACKENZIE

    Das Wichtigste in Kürze

    • Anfang Woche ist es in Süditalien zu einem Bootsunglück von Migranten gekommen.
    • Die Zahl der Todesopfer ist auf mindestens 86 gestiegen.

    Nach dem verheerenden Bootsunglück in Süditalien ist die Zahl der Opfer auf mindestens 86 gestiegen. Mehr als zwei Wochen nach dem Unglück bargen Einsatzkräfte am Mittwoch fünf weitere Leichen in den Gewässern vor den Städten Steccato di Cutro und Praialonga, wo sich das schwere Unglück ereignete. Unter den Toten waren 35 Kinder und Jugendliche, wie ein Kommandant der Carabinieri auf Anfrage bestätigte.

    Die Kritik an der Rechtsregierung von Regierungschefin Giorgia Meloni in dem Fall dauert an. Der Vorwurf lautet, dass in der Nacht des Unglücks nicht alles Mögliche zur Rettung getan worden sei. Bei der Fragestunde in der italienischen Abgeordnetenkammer am Mittwoch sagte sie, ihre Regierung und sie seien mit «grausamen» Anschuldigungen konfrontiert. Doch ihr Gewissen sei rein.

    Meloni trifft sich mit Angehörigen

    Meloni will sich am Donnerstag mit Angehörigen von Opfern und Überlebenden des Bootsunglücks treffen. Sie werde die Angehörigen in Rom empfangen, wie ihr Amtssitz am Mittwoch auf Anfrage bestätigte. Eine solche Geste war von der Rechtspolitikerin lange erwartet worden.

    Italien diskutiert seit Wochen über die Ankunft Tausender Migranten, die sich in zumeist seeuntauglichen Booten von Afrika aus über das Mittelmeer auf den Weg nach Italien machen. Medien sprechen bereits von einem «Migranten-Boom». Das Mittelmeerland hat seit Anfang Januar nach offiziellen Zahlen bereits mehr als 20'000 Migranten registriert – in den beiden Vorjahren waren es zu diesem Zeitpunkt jeweils etwa 6000.

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