Oktoberfest: Wiesn-Besucher setzen Hotel unter Wasser
Nach einem Besuch beim Oktoberfest haben zwei Gäste in München ein Hotel unter Wasser gesetzt. Laut der Chefin verstopfte Erbrochenes den Duschabfluss.

Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Gäste aus Paderborn sollen nach der Wiesn eine Dusche verstopft haben.
- Das Wasser lief rund acht Stunden und flutete mehrere Etagen des Münchner Hotels.
- Die Chefin beziffert den Schaden auf 200'000 Euro, die Versicherung ist offen.
Zwei Männer aus Paderborn (D) haben nach einem Besuch am Oktoberfest offenbar ein Münchner Hotel überflutet. Das Hotel Brack kämpft nun mit Wasserschäden in mehreren Etagen. Die Chefin schätzt die Kosten auf rund 200'000 Euro. Über den Vorfall berichtete zuerst die «Bild»-Zeitung.
Am frühen Montagmorgen klingelte bei Hotelchefin Manuela Holzer (57) demnach das Telefon. Eine Mitarbeiterin war völlig aufgelöst. «Es plätschert überall und es tropft von der Decke», sagte sie. Dazu fiel der Strom aus – im Frühstücksraum bildeten sich braune Wasserflecken an der Decke.
Den Ursprung fand man in Zimmer 233 in der zweiten Etage. Holzer rekonstruiert den Ablauf so: Die beiden Gäste kamen von der Wiesn zurück, einer von ihnen übergab sich in die Dusche. Danach sei das Wasser aufgedreht worden, obwohl das Erbrochene den Abfluss verstopfte.
Gäste schliefen nach Oktoberfest tief und fest
Rund acht Stunden lang breitete sich das Wasser aus, während die Männer nach ihrem Besuch am Oktoberfest schliefen. Es lief ins Treppenhaus und durch weite Teile der ersten Etage bis ins Erdgeschoss. In der ersten Etage lösten sich die Tapeten. Aus Lampen und Steckdosen tropfte Wasser.
Gegen 7 Uhr traf Holzer selbst im Hotel ein. «Ich habe in dem Zimmer erst mal die Dusche ausgemacht. Das Wasser stand zentimeterhoch, man musste durchwaten.»
Von dem Drama hatten die beiden Gäste nichts bemerkt. «Sie haben tief und fest ihren Rausch ausgeschlafen. Sie haben nicht mal gemerkt, dass ich da bin. Ich habe sie erst wecken müssen.»
Versicherung noch offen
Das Hotel wurde 1889 gebaut und hat viele Holzböden. Das historische Gebäude hat sich regelrecht vollgesogen. Nun müssen Teppiche entfernt, Trocknungsgeräte aufgestellt und grosse Bereiche des Hauses getrocknet werden.

Ob die Versicherung zahlt, weiss Holzer noch nicht. «Schliesslich handelt es sich nicht um einen Wasserrohrbruch, sondern um grobe Fahrlässigkeit.» Die beiden verkaterten Gäste liessen sich schriftlich bestätigen, dass sie für den Schaden haften.





















