Öffentlicher Dienst: dbb droht mit «Flächenstreiks»

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    Deutschland,

    Der Beamtenbund fordert für 2,5 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Einkommen. «Nicht leistbar», sagen Arbeitgeber. Dem dbb zufolge könnte es «richtig ungemütlich» werden.

    Arbeitgeber müssen in der Krise etwas für ihre Beschäftigte tun, sagt der Chef des Beamtenbunds dbb Ulrich Silberbach.
    Arbeitgeber müssen in der Krise etwas für ihre Beschäftigte tun, sagt der Chef des Beamtenbunds dbb Ulrich Silberbach. - Christophe Gateau/dpa/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vor den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen droht der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, mit grösseren Arbeitsniederlegungen.

    «So wie ich die Äusserungen der Arbeitgeber gerade deute, wird es nicht bei den obligatorischen Warnstreiks bleiben», sagte Silberbach der «Rheinischen Post» (Samstag). «Denn wenn sie weiter derart auf der Bremse stehen, womöglich selbst noch mit Forderungen auf uns zukommen, schliesse ich Flächenstreiks nicht aus. Dann wird es richtig ungemütlich.»

    Tarifverhandlungen für 2,5 Millionen Beschäftigte

    Am 24. Januar beginnen der dbb und Verdi mit Tarifverhandlungen für rund 2,5 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte die Forderungen als «nicht leistbar» abgelehnt.

    «Es wird konfliktreich, denn die Arbeitgeber verfallen da gerade in alte Wehklage-Muster», sagte Silberbach. «Sie haben immer noch nicht verstanden, dass sie in der Krise etwas für die Beschäftigten tun müssen – Energiepreisbremse hin oder her. Denn die reicht bei Weitem nicht.»

    Bei der jüngsten Tarifrunde für Bund und Kommunen 2020 waren unter anderem Kliniken, Kitas, Nahverkehr oder Sparkassen von Ausständen und Protestaktionen betroffen. Allerdings fielen die Warnstreiks damals vergleichsweise moderat aus, was auch auf die Vorsichtsmassnahmen wegen der Corona-Pandemie zurückgeführt worden war.

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