Norwegen führt Tourismusabgabe ein

    Keystone-SDA
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    Norwegen,

    Um den Massentourismus einzudämmen, führt Norwegen eine neue Kurtaxe ein.

    Frau au den Klippen mit Blick auf die norwegischen Fjorde.
    Seit einigen Jahren erlebt Norwegen einen starken Zulauf von Reisenden. (Archivbild) - Depositphotos

    Norwegen führt eine Abgabe ein, um das Land vor übermässigem Tourismus zu bewahren. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, nach dem Kommunen in besonders besuchten Gegenden eine Abgabe von drei Prozent pro Nacht in Hotels oder in über Plattformen wie Airbnb angebotenen Privatunterkünften erheben können.

    Die Einnahmen dürfen ausschliesslich zur Finanzierung von öffentlichen Einrichtungen mit touristischer Ausrichtung verwendet werden. Gemeinden, die eine solche Kurtaxe einführen wollen, müssen nachweisen, dass ihre Infrastruktur nicht ausreicht. Die Regierung muss ihre Pläne genehmigen. Eine Steuer könnte auch auf Kreuzfahrtschiffe erhoben werde, die einen norwegischen Hafen anlaufen.

    Überlastete Infrastruktur in Touristenorten

    Seit einigen Jahren erlebt Norwegen einen starken Zulauf von Reisenden. Im Jahr 2024 kam es nach offiziellen Angaben zu einem Rekord mit 38,6 Millionen Übernachtungen.

    In Touristenorten sorgt das für Probleme vor allem mit der Sanitär-Infrastruktur, die den vielen Gästen nicht gewappnet ist. In den Medien beschweren sich Anwohner etwa, dass Touristen ihre Notdurft in ihren Gärten verrichten. Der Hotelsektor allerdings hatte sich aufgrund von Sorgen über die Auswirkungen einer Abgabe gegen die Steuerpläne gestellt.

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    Kommentare

    User #4464 (nicht angemeldet)

    Überall Werbung machen "Besucht unser Land", "Willkommen lieber Tourist" und dann gnadenlos Abzocken. Warum werben die nicht mit dem Slogan "Schick Geld und sei still!"

    User #3411 (nicht angemeldet)

    Norwegen ist mit Velo und Gepäck am schönsten. Hansueli Lerch, Organisator des ESAF in Pratteln, war in jungen Jahren mehrmals auf diese Weise in Norwegen unterwegs. Kompliment. Ich nur einmal, aber es war super, die ganze nacht mit tageslicht durchstrampeln, 30km oder mehr bis zum nächsten dorf um wieder verpflegung hinzuzukaufen.

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