Aufgrund der Corona-Krise mussten viele junge Menschen in der Hotel- und Gastronomiebranche ihre Ausbildung abbrechen oder konnten sie gar nicht erst anfangen. Ein Angebot der Berliner Senatsverwaltung, das helfen soll, wird jedoch nur dürftig angenommen.
Elke Breitenbach (l - Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, hat die Auszubildenden im Ausbildungshotel Abacus Tierpark Hotel in Lichtenberg besucht. Foto: Annette Riedl/dpa
Elke Breitenbach (l - Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, hat die Auszubildenden im Ausbildungshotel Abacus Tierpark Hotel in Lichtenberg besucht. Foto: Annette Riedl/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund acht Monate nach Eröffnung von zwei Ausbildungshotels für von der Corona-Krise betroffene Jugendliche sind weniger als die Hälfte der rund 100 Plätze vergeben.

Bislang hätten sich nur 37 junge Menschen für das Programm in Berlin gemeldet, sagte Projektkoordinator Marcus Striek.

«Wir müssen leider feststellen, dass nicht alle Betriebe im Hotel- und Gaststättenbereich diese Chance hier genutzt haben», ergänzte Arbeitssenatorin Elke Breitenbach bei einem Besuch der Auszubildenden in einem der Hotels in Lichtenberg.

Das Pilotprojekt ist für Jugendliche gedacht, die ihren Ausbildungsplatz coronabedingt verloren haben, nicht beginnen oder plangemäss fortsetzen können. Bei den Hotels handelt es sich um reguläre Gasthäuser, die sich für das Projekt gemeldet hatten. Seit November 2020 können die jungen Menschen nun ihre Lehre an einem der beiden Standorte in Berlin fortführen beziehungsweise absolvieren. Finanziert wird das Projekt von der Senatsverwaltung für Arbeit.

«Ich befürchte, dass es auch Unternehmen gab, die gesagt haben, okay wir schicken alle in die Kurzarbeit und die Auszubildenden dazu», sagte Breitenbach. Das sei ein Fehler, weil diese Auszubildenden verlorene Zeit hätten, in der sie keine gute Ausbildung hätten machen können.

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