Swatch

Neue Swatch wird für horrende Preise weiterverkauft

Simon Binz
Simon Binz

Zürich,

Was am Samstag noch in Tumulten endete, taucht jetzt im Netz auf: Die Royal-Pop-Uhren von Swatch werden zu Wucherpreisen von bis zu 4000 Franken angeboten.

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Das ist die neue Swatch «Royal Pop» – die Uhr, die am Wochenende weltweit für einen Hype und Tumulte vor den Stores sorgte. - Foto: Swatch

Das Wichtigste in Kürze

  • Die neue «Royal Pop» wird auf Ricardo & Ebay zu Preisen von bis zu 4000 Franken angeboten.
  • Im Laden kostet die Uhr rund 350 Franken – das ist mehr als das Zehnfache als Aufschlag.
  • Am Samstag hatte die Lancierung weltweit für Chaos und Tumulte vor Swatch-Stores gesorgt.

Erst das Chaos, jetzt das grosse Geschäft. Die neue Swatch x Audemars Piguet «Royal Pop» sorgte am Samstag weltweit für Tumulte vor den Stores. Jetzt taucht sie reihenweise auf Online-Plattformen auf – zu Preisen, die jenseits von Gut und Böse liegen.

Ein Blick auf die Schweizer Auktionsplattform Ricardo zeigt: Für die Variante «OTG Roz» verlangt ein Verkäufer einen Sofort-Kaufpreis von 4000 Franken. Eine andere Royal Pop in Pink kostet dort 1500 Franken. Das grüne Modell «Green Eight» wird mit Sofort-Kaufpreisen zwischen 950 und 1800 Franken angeboten.

Würdest du für eine Swatch «Royal Pop» 2000 Franken zahlen?

Auch auf Ebay ist die Uhr in allen Farben zu haben: Zu Preisen von umgerechnet rund 1400 bis 2100 Franken. Ein britischer Verkäufer ruft für das rote Modell «Otto Rosso» knapp 2000 Pfund auf, was rund 2100 Franken entspricht.

Zur Erinnerung: Im Laden kostet die Royal Pop offiziell rund 350 Franken. Wer am Samstag eines der wenigen Exemplare ergattern konnte, verdient beim Weiterverkauf das Zehnfache seines Einsatzes.

Tumulte und Tränengas

Genau das war auch das Kalkül vieler Käufer. Wie der britische «Guardian» berichtete, hatten weltweit Menschen teils tagelang vor den Swatch-Stores ausgeharrt. Auch in Zürich warteten am Samstagmorgen rund 400 Menschen vor dem Swatch-Laden. Sie alle wollten ein Stück aus der Kollektion des Schweizer Uhrenherstellers mit dem Luxus-Label Audemars Piguet ergattern.

Am Ende des Tages konnten viele Uhren-Fans mit einer neuen Swatch in der Tasche glücklich nach Hause gehen. Doch nicht alle haben es geschafft. Der Frust war daher gross. Vor verschiedenen Geschäften kam es zu Handgreiflichkeiten und Tumulten.

In Paris setzte die Polizei Tränengas ein, um eine 300-köpfige Menschenmenge unter Kontrolle zu bringen. In Cardiff wurde ein 25-Jähriger festgenommen. In Mailand kam es zur Öffnungszeit zu einer Schlägerei. In Manchester und Liverpool blieben die Swatch-Stores auch am Sonntag geschlossen.

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Hier kam es am Samstag vor einem Swatch-Laden zu Handgreiflichkeiten. - X/@JustFreshKicks

Ein Käufer aus New York erzählte dem «Guardian» ungeniert: «Der Verkaufspreis liegt bei rund 400 Dollar – ich habe gerade eine für 4000 Dollar verkauft.»

Swatch appelliert an Käufer

Swatch selbst reagierte am Sonntag mit einem Aufruf, nicht «in grossen Mengen» in die Stores zu strömen. Die Royal-Pop-Kollektion werde noch mehrere Monate erhältlich sein.

In einzelnen Ländern könnten Warteschlangen von mehr als 50 Personen nicht akzeptiert werden. Die Verkäufe würden in solchen Fällen pausiert.

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Swatch regiert auf den Grossandrang am Samstag. - Instagram / @swatch

Ob das die Spekulanten beeindruckt, ist allerdings fraglich. Solange die Nachfrage so hoch bleibt wie aktuell, dürfte das grosse Geschäft mit der bunten Plastikuhr weitergehen.

Kommentare

User #2716 (nicht angemeldet)

Eine Uhr von Oris ist viel schöner, als dieser Royal Pop Kitsch ☝️...!

User #3198 (nicht angemeldet)

Ich verkaufe meine Royal Pop günschtig für 499 Franken, wer mir zuerst auf's Handy anruft bekommt den Zuschlag.

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