Monsterwelle: Video zeigt letzte Momente vor Teneriffa-Tragödie

Keystone-SDA
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Spanien,

Die Monsterwelle auf Teneriffa hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Eine Person wird derzeit noch vermisst.

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Das Video zeigt die letzten Momente vor der Tragödie. - Facebook / Canarias 1.500 Km de Costa

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Menschen kamen bei einer Riesenwelle auf Teneriffa ums Leben.
  • Weitere Personen wurden verletzt, einige konnten sich selbstständig aus dem Wasser ziehen.
  • Offenbar hatten die Touristen die Warnungen der Behörden ignoriert.

Eine Riesenwelle auf der beliebten Ferieninsel hat am Sonntag mehrere Tote und Verletzte gefordert. Wie der Notdienst der kanarischen Inseln mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall in einem Naturschwimmbecken.

Im Westen der Insel wurden mehrere Personen ins Meer gerissen. Berichten von «Diario de Avisos» zufolge handelt es sich bei der derzeit identifizierten Todesopfern um eine 55-jährige Frau und einen 35-jährigen Mann.

Bei zwei der bestätigten Todesopfer handelte es sich um Slowaken, wie die staatliche slowakische Nachrichtenagentur TASR unter Berufung auf Angaben des Aussenministeriums in Bratislava meldete.

Eine weitere Person mit slowakischer Staatsbürgerschaft sei verletzt worden. Zur Herkunft der anderen beiden Todesopfer des Unglücks bei Los Gigantes in der Region Santiago del Teide gab es zunächst keine offiziellen Angaben.

Über ein weiteres männliches Opfer sind derzeit noch keine Angaben bekannt. Eine weitere Frau wurde nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederbelebt und anschliessend in ein lokales Spital gebracht.

Die Frau, die zunächst noch in ein Spital geflogen worden war, sei dort gestorben, berichtete der staatliche spanische TV-Sender «RTVE». Nach einer fünften Person, bei der es sich um eine Frau handele, werde weiter gesucht.

Absperrungen wurden ignoriert

Die Menschen waren in einem Naturschwimmbecken im Westen der spanischen Insel von den hohen Wellen überrascht worden.

Die Wellen stiegen den Angaben nach in das durch eine Steinmauer vom offenen Meer getrennte Schwimmareal ein und brandeten gegen umliegende Felsen. Anschliessend habe der Sog des ins Meer zurückströmenden Wassers Menschen mitgerissen.

Der Bürgermeister von Santiago del Teide , Emilio Navarro , bestätigte gegenüber «RTVC», dass alle Verletzten und Getöteten Touristen waren, «die die Absperrungen ignorierten».

Er erklärte, die Absperrungen würden «mehrmals täglich ersetzt, weil sie ignoriert oder beschädigt».

Warst du schon einmal auf Teneriffa?

Man habe die ganze Woche über an dieser und mehreren anderen Stellen entlang der Küste Absperrungen aufgestellt, aber manchmal sei es unmöglich, die Menschen auf die Gefahren des Meeres aufmerksam zu machen.

Gefahr von Wellen wird unterschätzt

Auch das Naturschwimmbad war nach Medienberichten abgesperrt gewesen. Die Gefahr wird jedoch leicht unterschätzt, weil hohe Wellen auch bei ruhigem, windstillem Wetter auftreten können.

Sie bauen sich durch weit entfernte Stürme im Atlantik auf und krachen dann ungebremst auf die steil aus dem Meer aufsteigenden Kanarischen Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind.

Erst am 8. November hatten mehrere Riesenwellen auf Teneriffa zahlreiche Menschen ins Meer gespült – darunter auch viele Touristen vor allem aus Frankreich. Bei verschiedenen Zwischenfällen an den Küsten kamen damals drei Menschen ums Leben.

Insgesamt 15 wurden verletzt. Die Küsten der Kanaren gelten als gefährlich. Insgesamt wurden auf allen Kanaren-Inseln seit Januar Medienberichten zufolge etwa 60 Ertrunkene gezählt.

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