Nach der Gewalttat von Kongsberg kursiert ein falscher Name des mutmasslichen Täters im Netz.
Norwegen
In Norwegen wurden Artefakte aus dem heutigen Irak sichergestellt. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der Gewalttat in Norwegen kursieren Falschinformationen über den Täter.

Nach der Gewalttat von Kongsberg kursiert ein falscher Name des mutmasslichen Täters im Netz. Mehrere internationale Medien fielen offenbar sogenannten Internet-Trollen zum Opfer und übernahmen den ausgedachten Namen «Rainer Winklarson» - eine Anlehnung an den bürgerlichen Namen des Videobloggers «Drachenlord», Rainer Winkler, der auf der Plattform Youtube mehr als 150 000 Abonnenten hat.

Der Youtuber hat über die Jahre im Internet zweifelhaften Ruhm erlangt und ist immer wieder das Ziel von Spott und Häme seines Publikums.

Es kam wiederholt zu Polizeieinsätzen im mittelfränkischen Altschauerberg, wo sich Hunderte Leute versammelten, um Winkler zu provozieren. Es ist denkbar, dass auch diese Aktion erneut nur diesem Zweck diente. Auch die Polizei Mittelfranken wies auf Twitter darauf hin, dass es sich um Falschinformationen handelt.

Internationale Medien übernahmen Falschnamen

Auf Twitter kursierten mehrere Fotos, die Winkler beim Bogenschiessen zeigen. Es wurde behauptet, darauf sei «Rainer Winklarson» beim Training zu sehen. Auch solle er eine Ankündigung der Tat veröffentlicht haben. Während viele Internetnutzer den Namen direkt als Anspielung erkannten, übernahmen vor allem internationale Medien die Falschinformation, darunter italienische, griechische und französische Nachrichtenseiten.

Festgenommen wurde nach der Gewalttat am Mittwochabend ein 37-jähriger Däne. Die Polizei geht davon aus, dass er allein gehandelt hat. Der Sicherheitsdienst der norwegischen Polizei (PST) stufte den tödlichen Angriff inzwischen als Terrorhandlung ein. Die zuständige Staatsanwältin hatte mitgeteilt, der Mann habe gestanden.

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